Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 3 (10.11.1916)
- Article
- Zur Psychologie der jüdischen Sprache
- Date
- 1916-11-10
- Page
- Seite 77 (sequence 3)
- Language
- German
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77 Kinbcr; otstawke, Cntlaffung, 5lbfd?tcb; otpusk, Urlaub; ujezd, Kreis (Ceti bes (Souocmemente); inorodse, fremfcbürtig; narodow3e, Hationalift, Pölftfcl]er; okrug, Kreis, 23e3trf; okrushnoj sud, Kreisgertdjt; wjestnik, 23ote; zakaz, Auftrag; zakon, <5cfcfe; gorodowoi,. 5ta&tu>Äcf?tcr; izwoztsik, 2Tuetsfutfd}Cf; dwornik, ffausfncdtf; dopros, (gerid}tlid)es) Perfyör; podtwerdewen, bekräftigen; podrjatSik, Lieferant, befen&ers für ötc Regierung. vhis £>em poInifdK" flammen erftens fefyr i>iele &em täg(id?en £cben angcfyörige IPörter (pflanscn, (Eiere, Kleidung, I]ausrat, fjanfccl), Stiuntens einige SinbcwSrtcr (partife(n), von freuen \A> fyier erwähne: abi, wenn nur, bannt; chotS, wenn and] nur, obglcidj; i — i, fowoltf, — als and}; ot, öa!, nun!, fo!, fiel)!; she, nun, fcod) (beim 3mperatir>); taki, nnrflidj, in ber (tat; 31 (pofn. czy) Fragewort. öcfonfccrs bemerfcnsa>ert ift eine Slnsaty von Seittrortern, bie fefyr häufig gebrandet werben unb burd) Perbinbung mit beuffd^e« Dorfilben unb fiubiingcn als völlig eingebürgerte fid) erwetfen. chappen (pobt. chapac) uad} etwas greifen, ergreifen; arauschappen, entreißen, ferchappen, erbeuten, ferchappt weren, eines ploftftdicn Cobes fterben; treppen, an« Isafen, ergreifen; tseppen zieh, l}ünbcl anfangen; fertö., an etwas flößen; tulien zieh (pohi. tulie) fid) anfcfymiegen, fertulien, einfüllen; äuSpilien (pofn. spilka, Habel), anftccFen, 3ufnöpfen; funanderSpilien, aufmachen (burdi Entfernung ber Habebt), auffnöpfeu; einzappen, ein3te^en, einfaugeu Duft, IDaffcr; änzappen zieh, fid) uollfaugen; mutzen, quälen; kaliütsen, »crftümmcln; kappen, tropfen; kormen, füttern, kowen, fdjmtc* beu; pasen, treiben; paSen, füttern; hulien, ausgelaufen (eben, bummeln; piüätäen, pesten, sersärtcln; plonten, plontern, oenvurren, ocmncFefn. Gedanken über das Judentum Von A d o 1 f S1 a n d , Wien Für die Historie gilt der Satz: ex Oriente lux. Für die Zukunft gilt uns der Satz: in orientem lux. Bis vor kurzem war das Judentum in zwei Gruppen gespalten: Ostjuden und Westjuden. Den Ostjuden war der Westjude kein Jude, den Westjuden der Ostjude kein M e n s ch. Erstes Gebot einer vernünftigen Leitung der Judensache wird es sein, diese Gegensätze weder zu verkleistern, noch zu mildern, sondern sie aus der Welt zu schaffen. Erst wenn diese Differenzen verschwunden sind, kann eine erfolgreiche Judenpolitik einsetzen.