Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1938)
- Article
- Eingänge / L. H.
- Date
- 1938-07-01
- Page
- 169 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2895450-2895580-2895584--10746-2908414- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
.Eingänge4 Jedes Literaturblatt hat eine Rubrik „Eingänge", worin die eingetroffenen Bücher und Zeitschriften (nicht die eingegangenen) registriert werden. Das Jiwo (Jüdisches Wissenschaftliches Institut) in Wilna hat an Stelle dieser Rubrik eine Broschüre veröffentlicht: „Verzeichnis der periodischen Ausgaben, die in der bibliographischen Zentrale des Jiwo eintreffen", und das ist ein wenngleich vielleicht nicht vollständiges, so doch imposantes Kompendium der jüdischen Zeitungs- und Zeitschriftenpresse und jedenfalls das einzige, das wir haben. Es beginnt mit acht australischen Zeitschriften', davon zwei in jiddischer Sprache, sechs englisch; Argentinien schickt achtzehn jiddische und neun spanische Zeitschriften, Palästina fünf-jiddische, sechsundzwanzig hebräische; drei bulgarischen folgen aus Belgien zehn jiddische und zwei französische, aus Brasilien drei jiddische und eine portugiesische; aus Polen 231 jiddische, 21 hebräische, 54 polnische und eine deutsche. Einige Überraschungen: „Mosaisk Samfund" heißt die (einzige?) dänisch-jüdische Zeitung, „Erets Israel — Het Joodsche Land" das Organ des Keren Hajeßod in Lawang, Niederländisch-Indien, von den drei chilenisch-jiddischen Zeitschriften ist „Süd-Amerika" eine lediglich literarische Monatsschrift, China ist mit „Ewrejskaja Shisn" in Charbin, Neue Synagoge, vertreten, Mexico u. a. mit zwei Literaturzeitschriften in jiddischer und mit „Gamma" in spanischer Sprache, in Porto (Portugal) erscheint „Halapid", in Polen gibt es jiddische Fachblätter der jüdischen Graphiker, der Landwirte, der „modernen Herren-, Damen- und Militärschneider", des Rundfunks und Films, in New York u. a. die „Jiddische Bäcker-Stimme", die „Jüdische Musik", in Los Angeles „Das Lied", in New York „The Jewish Veteran" und „Scripta Mathematica", in Columbien „Nuestra Tribuna", in Cuba „Habanaer Leben", in Bukarest u. a. die jiddische Monatsschrift „Scheiben" und die rumänischen „Adam" und „Egalitatea", in Johannesburg u. a. „Die jiddische Post". Wir lesen diesen Index und staunen über die vielfältige Verbreitung des jüdischen, besonders der jiddischen Worts von Melbourne bis Winnipeg, von Santiago bis Johannesburg und über die Zerrissenheit des jüdischen Ausdrucks in viele Sprachen, denn es sind siebzehn Sprachen, in denen jüdische Blätter an das Jiwo gelangen, nach unserer Schätzung mindestens fünfundzwanzig Sprachen, in denen jüdische Blätter erschei- Das Juniheft enthielt u. a. Drinnen und draußen / B.WE1NRYB. Grenzen der Normalisierung / JAKOB PICARD, Erinnerung eigenen Lebens /■ HUGO STRIEMER. Laut und Wort / AL Y. BEN GAVRIEL, Mahaschawi und die Landwirtschaft / MARIANNE STEIN, Märchen von den vier Brüdern. Im AugUStheft schreiben u. a. LUDWIG FEUCHTWANGER, Evangelieatexte / LUTZ WELTMANN, Lorenzo da Ponte BERTHA BADT-STRAUSS, Der Axn-Haarez. 169