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Der Morgen · 1937-05-01 · Heft 2 (Mai 1937) · p. 86

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Journal
Der Morgen
Volume
13 (1937-1938)
Issue
Heft 2 (Mai 1937)
Article
Statistik des Betens
Date
1937-05-01
Page
86 (sequence 2)
Language
German
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ein enger Zusammenhang? Oder sind sie die einfachsten im Glauben, weil sie die stärksten an Muskeln sind? Und die Setzer: sehen sie vor Druckerschwärze den Geist nicht oder haben sie zu viel von dem gelesen, was sie setzen und drucken? Es kann wohl zutreffen, daß man ein bißchen zuviel über das Beten geschrieben und geredet hat. Wir wollen es sein lassen. Hilde Marx Philo-Lexikon in vierter Auflage Schon viel ist über das Philo- Lexikon gesagt und geschrieben worden. Heute will einmal der Kunsthistoriker sein Sondergebiet betrachten. Das Lexikon ist auch für ihn ein unentbehrliches Handbuch geworden. Die wichtigsten Künstler sind darin unter ihren Namen zu finden, eine große Anzahl unter den Gruppenstichwörtern der Architekten, Bildhauer, Maler, Miniaturmaler und Graphiker. Nicht daß bereits eine wirkliche Vollständigkeit damit erreicht wäre; die Forschung nach der Abstammung der Künstler, besonders solcher früherer Zeiten, ist noch keineswegs abgeschlossen und bringt täglich Ergänzungen. Aber jeder, der sich für diese Frage interessiert, wird mit dieser Neuauflage des Lexikons, das die neuesten Daten enthält, zu beginnen haben. Die zahlreichen Abbildungen umfassen in geschickter Auswahl jüdische Kunst von ihren Anfängen in Palästina über Kultgerät und Handschriftenmalerei in Mittelalter und Neuzeit bis zur Moderne in Bauten und Bildern. Wie gut zusammengestellt sind z. B. die Selbstbildnisse jüdischer Maler oder die Kinderbilder moderner Porträtisten. Einiges wird farbig gebracht, und auch hier ist die Akzentverteilung zwischen alter Kunst — etwa in der Gestalt einer schön geschmückten Pessachhaggada — und zwischen moderner — durch die Wiedergabe der jüdischen Hochzeit von Jozef Israels und der Amsterdamer Judengasse von Max Liebermann — vortrefflich gelungen. Zu den Kunsthistorikern gesellt sich jetzt auch das Stichwort der Archäologen. Wenn am Ende ein Wunsch ausgesprochen werden soll, so ist er mit dem raschen Erscheinen immer neuer Auflagen verknüpft. Die Abbildungen im Text haben durch den Gebrauch an Klarheit eingebüßt und werden bei einer Neuauflage, die dem prachtvollen Werke immer wieder zu wünschen ist, durch neue Klischees ergänzt werden müssen. Franz Landsberger „Titanensturz" Robert Prechtl gibt seinem Tatsächlich bieten die letzten zwei im Wiener Saturn-Verlag erschiene- Tage der „Titanic", die vor 25 Jahnen neuen Buch noch den Untertitel ren auf ihrer Jungfernfahrt mit 1660 „Roman eines Zeitalters". Menschen unterging, in dieser Zu- 86

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