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Der Morgen · 1937-04-01 · Heft 1 (April 1937) · p. 43

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Journal
Der Morgen
Volume
13 (1937-1938)
Issue
Heft 1 (April 1937)
Article
Hebräische Bücher [Rezension]
Date
1937-04-01
Page
43 (sequence 2)
Language
German
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und weil hier eine endgültige Lösung vorderhand nicht gut möglich ist, erleichtert es die Benutzung sehr, daß jedem Bande als Anhang ein Register in Antiqua beigefügt wurde. Ein Vergleich mit den Leistungen von Meyer oder Brockhaus würde dieser Arbeit Unrecht tun: sie ist vor allem ein Lehrmittel, und in einem Lande, wo nicht nur die Kinder, sondern ebenso die Eltern in die Schule gehen, dürfen auch die Pädagogen aller Schattierungen mehr als sonstwo lernen, indem sie lehren. Derselbe Verlag „Massada" legt eine Art hebräisch-palästinensischen „Who's Who" vor: Sefer ha- Ischim, „Buch der Persönlichkeiten", etwa 1000 Lebensläufe zeitgenössischer Palästinenser aller Berufszweige umfassend. Ein wesentliches Datum in der Einzel-Biographie ist das der Einwanderung („seit ... in Erez Israel"), das ebenso exakt mitgeteilt wird wie der Geburtstag, und so ergeben die Stichworte auch eine Art Querschnitt durch die Geschichte der verschiedenen Alijot. Auf das Hauptalphabet folgt ein palästinensischer Nekrolog für die Jahre 1918—1936, der die Biographien namhafter Persönlichkeiten aus der jüngsten Vergangenheit vereinigt, und am Ende eine Chronik der 320 namentlich bekannten Märtyrer, die hier vom Kriegsausgang bis zu den jüngsten Unruhen gefallen sind. Obwohl es Wörterbücher des Hebräischen zu Dutzenden gibt, bleibt eine Arbeit, die zwischen dem Thesaurus Ben Jehudas und einem Taschenlexikon die Mitte hielte, noch immer ein Desideratum. Die jüngste Arbeit des Lexikographen Jehuda Grasowski, ein dreibändiges, soeben abgeschlossenes Wörterbuch (Milon ha-Safa haiwrit, Verlag „Dwir", 1935/37), versucht diese Lücke zu schließen, ist aber noch immer zu knapp angelegt (etwa 1000 Seiten), um diesem Zwecke zu genügen, so daß es, bei der Lektüre nach-biblischer oder vor-moderner Literatur herangezogen, nicht alle Fragen beantworten kann. Die Kenntnis der Sprache wird vorausgesetzt, die Definitionen der Worte und die Nuancen der Bedeutung ausschließlich auf Hebräisch gegeben, die grammatischen Formen aber ausführlich behandelt; bei den Beispielsätzen aus der Literatur ist jeweils die Quelle angegeben, eine äußere Kennzeichnung zeigt Alter und Herkunft der einzelnen Vokabeln an. Das Lexikon verfolgt auch erziehliche Tendenzen: es tritt Sprachsünden entgegen und versucht gelegentlich sogar, traditionelle und eingebürgerte Schreib- und Lesefehler wieder auszumerzen. Im Auftrage der „Oneg-Schabbat"- Vereinigung (Ohel Schern) in Tel- Awiw hat J. L. Baruch eine umfangreiche Anthologie „Sefer ha- Schabbat" (Sabbatbuch) herausgegeben, die, auf einem ungleich größeren Raum, als er M. Zobel für seine populäre Auswahl zur Verfügung stand, ein wohlgegliedertes Material ausbreitet. Die Texte, de- ren Einteilung und Anordnung durch das Thema und die Quellen fast von selbst bedingt ist, behandeln nacheinander Sabbatgebot und -Überlieferung in der Bibel, den Apokryphen und der jüdisch-griechischen Literatur, in Talmud, Midrasch und bei den Geonim, in 43

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