Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 12 (1936-1937)
- Issue
- Heft 12 (März 1937)
- Article
- Siebzig Sprüche
- Date
- 1937-03-01
- Page
- 550 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2895450-2895552-2895565-2906975--09597-2907028- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Martin Buber Feld und Haus (2^,27) Verrichte deine Arbeit draußen, bereite sie dir auf dem Feld, danach erst magst ein Haus du dir bauen. Fleiß ohne Has t (21, 5) Das Planen des Fleißigen führt nur zum Überfluß, aber jeder, der hastet, fährt nur zum Mangel. * Ein Ms an von Treuen hat der Segnungen viel, (28, 20) wer aber reich zu werden hastet, bleibt ungestraft nicht Ungerechtes Eigentum (20,21) Ein Eigentum, im Anbeginn zusammengeschnappt., dessen Ende wird nicht gesegnet sein. * Erwirken von Schätzen durch Lügenzunge: (21,6) verwehender Dunst, Fallstricke des Tods. * Wer seine Habe durch Zins und durch Mehrschatz mehrt, (28, 8) der häuft sie für einen Gönner der Schwachen. * Nach Habe schnappt der scheeläugige Mann (28, 22) und weiß nicht, daß ihn Mangel überkommen wird. Ausbeutung ist Selbstzerslörung (1:1,27) Sein Haus zerrüttet, wer Ausbeutung beutet, wer aber Beschenkungen haßt, wird leben. Auch die Tiere nicht ausnützen (12, 10) Es kennt der Bewährte die Seele seines Viehs, aber das Eingeweid der Frevler ist grausam. Der Löser (20, 10f.) Verrücke nimmer Vorzeit-Gemarkung, in Felder der Waisen dring nimmer ein. Denn ihr Löser ist slark, der wird ihren Streit gegen dich streiten. Ein Gebet (3o; 7—9) Zweierlei erbilt ich von dir, weigre nimmer mirs, eh ich sterbe! Wahn und täuschende Rede halte mir fern! Armut und Reichtum gib mir nimmer, füttre mich mit dem Brot das mir festgesetzt ist! sonst möchte ich ersalten und verleugnen und sprechen: „Wer ist ER!" oder sonst möchte ich verarmen und stehlen und mich am Namen meines Gottes vergreifen. 550