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Der Morgen · 1936-04-01 · Heft 1 (April 1936) · p. 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
12 (1936-1937)
Issue
Heft 1 (April 1936)
Article
Hebräische Lektüre: Lesen, Lernen, Beten [Rezension]
Date
1936-04-01
Page
45 (sequence 2)
Language
German
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dium) ergänzen das wertvolle Buch, das vielleicht am übersichtlichsten und besten in die hebräische Sprache einführt — von den Anfängen bis zur Lektüre unvokalisierter Texte. Den Lehrbüchern steht eine Reihe von hebräischen Lektürebändchen an der Seite. Der Leiter der Sprachschule der jüdischen Gemeinde zu Berlin, Nissan Berggrün, hat bisher vier Heftchen herausgegeben, von denen das dritte durch D. J. Bornstein zusammengestellt worden ist2). Sie bringen in gutem leichtem Hebräisch Erzählungen ältester und neuester Zeit; wir finden sowohl Agadoth als auch z. B. die Geschichte von dem „Retter von Chula" von Smolly. Der Lehrer hat hier die Möglichkeit, an den einzelnen, mit gutem Geschmack ausgewählten und bearbeiteten Stücken anzuknüpfen und geschichtliche und kulturgeschichtliche Dinge mit den Texten zu verknüpfen. Wir glauben und hoffen, daß sich diese Hefte schnell in den Schulen und Kursen einführen werden. — Ganz anders gedacht ist die Schriftenreihe „Sofrejnu", die S. Kaleko herausgibt3); jedes Heft ist einem bedeutenden hebräischen Schriftsteller gewidmet. Die Hefte über Perez und Bialik liegen uns vor, andere sollen folgen. Handelt es sich bei Berggrüns Reihe um eine Zusammenstellung verschiedener Texte zur Einführung in die hebräische Sprache und Literatur, so bietet Kaleko Querschnitte durch das Werk 2) Giljonot. Hebräische Unterrichtshefte. Lesestoff für Schulen, hg. von Betty und Nissan Bei ggrün. Berlin, Rubin Mass 1935—36. 3) Sofrejnu, Schriftenreihe aus der neu-hebräischen Literatur, hg. von Dr. S. Kaleko. Berlin, Kedem 1935. eines Schriftstellers. Neben einer Biographie umfaßt das Bialik-Heft Teile von Gedichten, Erzählungen und den Auszug aus einer Rede. So werden die Hauptzweige des Bialikschen Schaffens berührt, und der Leser, dem es noch nicht möglich ist, einen schwereren unvokalisierten unkommentierten Text zu lesen, findet hier guten Ersatz. Ebenso ist es bei Perez, von dessen Werken wertvolle Stücke ausgewählt sind. Schließlich möchten wir nicht versäumen, auf die von der Jugendzentrale der Histadruth herausgegebenen Hefte der Sammlung „Schaj" hinzuweisen, die selbstverständlich ohne jede erklärende Anmerkung sind. Palästinensisches Leben, freudig-schöne Erzählungen, die den Duft der Landschaft atmen, Abenteuer und echtes Heldentum im Leben der Kinder, — all dies ersteht vor uns aus dem freien Leben im Lande. Andere Hefte sprechen über die verschiedensten Themen: über Channuka, über das Neujahrsfest der Bäume, dem ein ganzes Heft mit Erzählungen und auch Sätzen aus Bibel und Midrasch gewidmet ist. Jeder wird sich aus den genannten Büchern etwas auswählen können, — sie sind alle verschieden, gehen jedes von einer anderen Seite an den Stoff heran, aber sie bieten alle etwas;und es ist auch noch viel Platz für neue Ausgaben und neue Stoffe. Ehe wir von einer ganz neuen Erscheinung sprechen, müssen wir „lehawdil" sagen1). Vielleicht soll das 4) E. Hirschfeld: Neuhebräisch — altbekannt. Einführung in das heutige Hebräisch unter Anknüpfung an allgemein bekannte Dinge. I. Teil. — Berlin, Joachim Goldstein 1935. 45

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