Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 12 (1936-1937)
- Issue
- Heft 1 (April 1936)
- Article
- Drei Gedichte
- Date
- 1936-04-01
- Page
- 18 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Elise Haas: Drei Gedichte Jura-Meer Ein Traum. Ach, irgendwo erkenn' ich mich. Nur Hauch bin ich und Schweben, nicht Gestalt. An einer Klippe hängt, halb Fisch, Halb Eidechse, ein Tier, sehr groß und ungestalt. Und Meer und Himmel. Meer und Himmel allerorten. Himmel nur und Meer. Was ist aus Park und Berg und Wald geworden? Im Traum bin ich. Wie käme ich hierher? Das Meer rauscht. — Und die schweren Wellen rollen. ■ Ich wanderte. — Wer zählt die Wandertage? Wie kommt es, daß ich von der großen, ruhevollen Und menschenleeren Zeit die Bilder in mir trage? Winter-Regennacht am Fluß Wie ein Wunder aus verwischter Ferne ist das Bild erwacht; Tausend still verträumte Lichter Liegen in der nassen Nacht. Lichter. Ihre blanken, leichten Schatten in dem Wasserbette. In dem Park die aufgeweichten Wege. Und die Baumskelette. . Grenzenlos im Raum verschwanden Berg und Waldung, die Geschwister; Und auch unsre Häuser-Höhlen Hängen irgendwo im Düster. 18