Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 9 (1933-1934)
- Issue
- Heft 8 (Februar 1934)
- Article
- Geheimnisvolle Welt
- Date
- 1934-02-01
- Page
- 451 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Siegfried Ucko: Kämpfe Mosis in dieser Beschäftigung ab, so daß das ganze Jahr damit ausgefüllt ist. In diesen Kämpfen zeichnen sich besonders die Nachkommen von Simson und Delila aus, die dem Stamm Dan angehören. Sie sind unbesiegbar. Mit Löwengebrüll stürzen sie in die Schlacht, und mit dem Kampfruf: „In Gott ist die Hülfe und über deinem Volke, den Stämmen Jeschuruns, deine Kraft/* Sie haben auch ein eigenes Kriegslied, dessen Anfang so lautet: „Es ist nicht gut für den Helden, zu fliehen. / Es ist schön für ein Heer, / daß der Jüngling stirbt, ehe er flieht. / Es erstarke sein Herz in Gott, seiner Kraft, / er vertraue auf ihn an seinem Waffentage, / und über die Schärfe seines Schwertes / freue er sich in seinem Inneren." Nach je drei Monaten Krieg kehren sie heim und bringen die Beute dem König Usiel. Er teilt mit dem ganzen Volk, denn so, sagt Eldad, sei es Gesetz von König David her bis auf seine Zeit. Erst nimmt der König seinen Anteil, dann kommen die Krieger, dann die Kriegsführcr. Aber der König behält seinen Teil nicht für sich. Er gibt ihr. den ,Gottesdienern', den Weisen, die immer in ihren Zelten sitzen und sich mit dem Studium der Thora beschäftigen. Das beweist, daß die Stämme nicht nur tapfer sind, sondern auch fromm. Sie kennen die Bibel und besitzen den Talmud in reinem Hebräisch. Er ist ihnen von Mosches Nachfolger, von Jehoschua ben Nun her, direkt überliefert. Die Gesetzeslehrer aus der Zeit der Tannaim und Amoraim kennen sie nicht. Sie lesen auch nicht das Buch Esther und vor allem nicht die Klagelieder, denn sie besorgen, daß ihnen vor so viel Trauer das Herz brechen möchte. Sehr streng halten sie sich an das Weinopfer und an das Verbot, zu schwören. Sie sind zornig auf jeden, der es dennoch tut. (Schluß folgt.) Siegfried ucko: Kämpfe Mösls (Zu II. B. Mos. Kap. 33 und 34.) Hugo Bergmann zum fünfzigsten Geburtstage. Das Leben Mosches, unseres Lehrers, des „Herrn der Weisen" muß jeglichen Betrachter ergreifen. Eine Kettenfolge tragischer Episoden, die ausklingen in das Sterben, das die Erfüllung nicht erreicht hat. All dies birgt in sich weltliche Tragik: er steigt zu den Brüdern herab, kämpft für sie und findet doch im 451