Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 9 (1933-1934)
- Issue
- Heft 7 (Januar 1934)
- Article
- Gläubige Romantik [Rezension]
- Date
- 1934-01-01
- Page
- 425 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Gläubige I^o:::r.:: Es ist nicht leicht, dr- Geschehen unserer Zeit in; rrY.' ■ einzuordnen, die früheren Strukturverhältnissen entspreche Der Herausgeber des „Dcutscl Volkstum", Wilhelm Stapel, i;-: im ersten Dezemberheft 1933 eine Analyse des Zeitgeschehens gegeben, die uns sehr beachtlich erscheint. Er schreibt dort u.a.: ,,Auch wenn wir in Betracht ziehen, daß sich unter den 95 vom Hundert Stimmen, die für Hitler und Hitlers Politik abgegeben wurden, eine Menge Gegensätzlichkeiten befinden, so bleibt doch die Tatsache, daß sich fast das ganze deutsche Volk mit einer Einmütigkeit, die nie zuvor da war, für Hitler entschieden hat. Das ist nicht das Ergebnis äußeren Zwanges... Durch einen vom Staat ausgeübten „Druck" ist das Wahlergebnis nicht zu erklären. Wie aber ist dann diese Hingerissenheit für Hitler zu erklären? Denn daran ist nicht zu zweifeln, es ist die Person Hitlers selbst, der die Einigkeit gilt. Es liegt hier die Bestätigung eines echten Führertums vor. Die Abstimmung ist der Ausdruck eines wirklichen Gefolgschaftswillens. Dieser Gefolgschaftswillc ist nicht etwas Subalternes, . . . sondern er ist ein Teil der ewigen deutschen Romantik. Und er ist eine Urform des deutschen politischen Lebens. Wir haben in dieser Generation drei ungeheure Ausbrüche der deutschen Romantik erlebt: zuerst das Auf-sich-nehmen feines Krieges gegent fast die ganze Welt. Verwundert stand das deutsche Volk vor der 2^:..:: Sc'iCT."; ■; Voll:.;-. . der \v: ". r -. schlag: P..;. ... -. Edel wer / zug in ei;;. . ' . ''. . Edel war ci .: ( ' . u Menschheit. - C -'..o an den Führer. Jede dieser ,,: * " - Scheidungen isi - heurer Leistung. . ":r Krieg war eine LJ;r Vitalität. Der Wc.:.. ' folgte wiederum ciiio Y . Vitalität: die schwer;.'.-.z Neuordnung in Staat Mi.'. . ... c;.a*:, die schließlich zu de: .; * .'.:"!;:*; gesunden Akt der natie;:-' sehen Revolution führte. Der Kaiser war dem ro;...... \: Glauben des deutschen Voü.cs gewachsen, er sank dahin. Gegenspieler, die Parlament.:r, waren dem romantischen GL~t:Lcr. ebenfalls nicht gewachsen, sie cc;;- ken dahin. Nun kam als Gegenspieler des Parlamentarismus Hitler, der — endlich — sein Reich auf diesen Glauben gründete. Er brach**, dem Glauben Glauben entgegen. Aus Regierung und Volk ist Führer und Gefolgschaft geworden. Darum ist die erträumte Einigkeit wirklich geworden." 425