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Der Morgen · 1933-11-01 · Heft 5 (November 1933) · p. 323

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Journal
Der Morgen
Volume
9 (1933-1934)
Issue
Heft 5 (November 1933)
Article
Aus der Frühzeit der Emanzipation
Date
1933-11-01
Page
323 (sequence 7)
Language
German
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Aus der Frühzeit der Emanzipation Schrift mehr auf die Bemühungen Gleichgesinnter, als auf den Buchhandel. Wo ich keine persönlichen Beziehungen habe, da werden — für Preußen — die H. H. Veit & Co. in Berlin in's Mittel treten, welche diese Sache nicht als Buchhändler, sondern als meine Freunde und Theilnehrner an unseren Bestrebungen betreiben. Wo ich indessen selbst Jemanden weiß, auf dessen Güte ich zählen zu dürfen glaube, da suche ich Jenen die Mühe zu erleichtern. Ich sende Ihnen daher 40 Exemplare, mit der Bitte, den Verkauf derselben unter unseren Glaubensgenossen in Königsberg — zum Preise von 8 Ggr. — zu betreiben. Ich überlasse es Ihrer Einsicht, ob Sie — etwa mit Hülfe einiger Freunde — den Verkauf bei Ihren Bekannten selbst besorgen oder denselben irgend einem passenden Subject als ein Geschäft gegen eine mäßige, von dem Ertrage abzuziehende Vergütung übertragen wollen. Die Summe des Ertrags können Sie, wenn Sie Gelegenheit dazu haben, mir selbst auf irgend ein Frankfurter Haus, oder, was Ihnen wohl bequemer sein wird, an die H. H.Veit & Co. nach Berlin anweisen. Sollte etwa gar eine noch größere Anzahl von Exemplaren in Ihrer Umgebung ohne Mühe anzubringen sein, so sind solche am Kürzesten durch Veit & Co., die davon in Vorrath haben, zu beziehen. Jedenfalls erwarte ich von Ihrer Güte, daß Sie mich recht bald durch eine Antwort erfreuer. und mich von dem Erfolge Ihrer Bemühungen in Kenntniß setzen. Daß Sie meinen Versuch, den Manen Lessing's ein Zeichen inniger Dankbarkeit von Seiten unserer Glaubensgenossen zu erwirken, billigen und an seinem Gelingen Antheil nehmen, davon bin ich überzeugt. Aus Ihrer baldigen Antwort hoffe ich auch die beruhigende Gewißheit zu schöpfen, daß meine Saumseligkeit im Schreiben mir Ihr Wohlwollen nicht entzogen hat, und daß Sie meiner noch freundlich und theilnehmend gedenken. Haben Sie die Güte, mich Herrn Dr. Freystadt, den ich nicht persönlich kenne, mit dem ich aber Briefe gewechselt habe, gelegentlich bestens zu empfehlen. Genehmigen Sie die Versicherung der aufrichtigen Hochachtung, mit welcher ich verharre Ihr G. Riesser Dr. Bockenheim, bei Frankfurt a. M. d. 27t. December 1837." 323

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