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Der Morgen · 1932-08-01 · Heft 3 (August 1932) · p. 180

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
8 (1932-1933)
Issue
Heft 3 (August 1932)
Article
Streifzüge durch die wissenschaftliche und scheinwissenschaftliche Rasseliteratur [Rezension]
Date
1932-08-01
Page
180 (sequence 18)
Language
German
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Frdr. Merkenschlager: Streifzüge durch d. wissenschaftl. u. scheinwissenschaftl. Rasseliteratur IV. Zum Ausklang Das deutsche Volk ist in seinem Grundgefüge erschüttert. In der großen Not sollen wir alle auf die Stimme des Größten hören, den die deutschen Rassen hervorgebracht haben und an dem alle deutschen Rassen, auch die vielgeschmähten, Anteil haben. In seinem Fragment „Die Natur", das wir stark gekürzt als Ausklang bringen, hat er die schönste Rassenlehre aller Zeiten und Völker gegeben: Goethes Rassenlehre (stark gekürzt) „Sie schafft ewig neue Gestalten; was da ist, war noch nie da; was war, kommt nie wieder — alles ist neu und doch immer das Alte. Sie baut immer und zerstört immer, und ihre Werkstätte ist unzugänglich. Es ist ein ewiges Leben, Werden und Bewegen in ihr, und doch rückt sie nicht weiter. Sie verwandelt sich ewig, und ist kein Moment Stillestehen in ihr. Für das Bleiben hat sie keinen Begriff, und ihren Fluch hat sie ans Stillestehen gehängt. Sie ist fest. Ihr Tritt ist gemessen, ihre Ausnahmen selten, ihre Gesetze unwandelbar. Sie spritzt ihre Geschöpfe aus dem Nichts hervor und sagt ihnen nicht wohin sie gehen. Sie sollen nur laufen. Djce Bahn kennt sie. Ihr Schauspiel ist immer neu, weil sie immer neue Zuschauer schafft. Leben ist ihre schönste Erfindung, und der Tod ist ihr Kunstgriff, viel Leben zu haben. Sie macht Klüfte zwischen allen Wesen und alles will sich verschlingen. Sie hat alles isoliert, um alles zusammenzuziehen. Sie ist ganz und doch immer unvollendet. So wie sie es treibt, kann sie es immer treiben. Sie hat mich hereingestellt, sie wird mich auch herausführen. Ich vertraue mich ihr. Sie mag mit mir schalten, sie wird ihr Werk nicht hassen. Ich sprach nicht von ihr. Nein was wahr ist und was falsch ist, alles hat sie gesprochen. Alles ist ihre Schuld, alles ht ihr Verdienst." 180

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