Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 5 (1929-1930)
- Issue
- Heft 4 (Oktober 1929)
- Article
- Aus Briefen von Rudolf Eucken, William James, Henri Bergson an Julius Goldstein
- Date
- 1929-10-01
- Page
- 412 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus Briefen von Rudolf Eucken, William James, Henri Bergson an Julius Goldstein Ihres Buches zuschicken. Ich korrespondiere viel mit ihm. Aber dieser wilde Antisemitismus ist ein schlechtes Zeichen für unser Volk. Wir haben jetzt wahrlich genug zu tun, um uns wieder auf die Höhe zu bringen. — — — Jena, 28. Februar 1921. Rudolf Eucken. ____Erst heute konnte ich zum genauen Durchlesen Ihrer geistvollen Abhandlung über die Presse gelangen., aber es drängt mich, Ihnen sofort auszusprechen, wie vorzüglich sie mir gefallen hat. Sie ist ausgezeichnet geschrieben, sie enthält sehr anregende Gedanken und feine Bemerkungen, und sie ist zugleich der Ausdruck einer charaktervollen Gesinnung. Mit wirklicher Freude habe ich diese Studie gelesen, sie ragt weiter über den Durchschnitt hinaus----- Jena, 25. April 1924. Rudolf Eucken. --— — — Haben Sie besten Dank für die freundliche Zusendung Ihrer markigen Ansprache, die mich ebenfalls erfreut! Auch das höre ich mit lebhaftem Interesse, daß Sie die Leitung des „Morgen" übernommen haben: möchte diese Zeitschrift in einer schwierigen Zeit zur Klärung und Verständigung erfolgreich wirken; daß ich selbst die einseitige Betonung des Rassegedankens entschieden ablehne, brauche ich Ihnen nicht zu versichern, im Grund ist das ein krasser Naturalismus----- Jena, 18. Oktober 1926. Rudolf Eucken. I am much pleased to receive your letter and your interesting arlicles. (My own words read very well, I find, in German!) Schiller had already written to me about you as the only Pragmatist now Irving in Germany. I hope, that this will not long be true, but that you may succeed in inoculating your fellow-countrymen with a taste for more empirical philosophy, or rather for a distaste for the elements of absolulism which so many Germans shall leave to flourish in the midst of an otherwise very empirical way of thinking. 412