Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 5 (1929-1930)
- Issue
- Heft 1 (April 1929)
- Article
- Rasse, Leistung und Schicksal in Sparta
- Date
- 1929-04-01
- Page
- 64 (sequence 9)
- Language
- German
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Hermann Funke: Rasse, Leistung und Schicksal in Sparta Welches Urteil also — um zurückzukommen auf die Frage, von der wir ausgingen — fällt das Schicksal der Spartaner über die Verkünder des nordischen Gedankens, die Erhaltung der Arteinheit mit strenger Unerbittlichkeit fordern? Möglich, so zeigte sich, ist diese Abschließung, die Spartaner führten sie ja durch. Aber dieselben Spartaner legen auch Zeugnis ab von dem Preis, den sie kostet. Wenn irgendetwas, so straft ihr Schicksal diejenigen Lügen, die lehren: sich mit Bewußtsein und Vorsatz abzuschließen von allem Fremden führe ein Volk zu Macht und Größe. Ein Volk, das die Zeit, die ihm gegeben ist, nutzen will, um mächtig und stark zu werden, um mitzubauen an dem Kulturtempel der Menschheit, kann nicht seine Kräfte erschöpfen, um nur einen unnatürlichen Zustand der Abgeschlossenheit aufrecht zu erhalten. Der Lyder Alkman, der Vermittler kleinasiatischer Dichtkunst, zeigte sogar den Spartanern, daß bestimmte Zielsetzung — in diesem Falle ging es darum, die heimische Dichtkunst anzuregen — immer die Grenze des Stammes und der Rasse durchbricht. Ein Volk, das Werte schaffen will, wird offnen Auges in die Welt hineinspähen, um zu sehen, von wo ihm Hilfe werden kann, wird jeden willkommen heißen in seiner Gemeinschaft, der fähig und willens ist, sie durch seine Kraft und seine Gaben zu bereichern. Denn alles, was lebt, will wirken und wachsen. 64