Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 5 (1929-1930)
- Issue
- Heft 1 (April 1929)
- Article
- Rasse, Leistung und Schicksal in Sparta
- Date
- 1929-04-01
- Page
- 56 (sequence 1)
- Language
- German
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Rasse, Leistung und Schicksal in Sparta1) Die spartanische Geschichte: Ein Sieg des Stammesbewußtseins über den Willen zur Volksgemeinschaft Von Hermann Funke Die vorgeschichtliche Forschung der letzten Jahrzehnte hat — mit wachsender Deutlichkeit — gezeigt, wie Stamme nordischer (oder: „indogermanischer) Rasse Jahrhunderte und Jahrtausende vor der sogenannten „Völkerwanderung" Europa und große Teile Asiens überfluteten. Räumlich so weit voneinander entfernte Völker wie Inder, Perser, Römer, Griechen — alle besaßen sie einen hohen Prozentsatz nordischen Blutes, das in weit zurückliegenden Einwanderungen eingeströmt war. Aber fast überall vermischten sich die nordischen Eroberer dort, wo sie sich niederließen, mit der einheimischen, nichtnordischen Bevölkerung, die sie vorfanden. Hier in rascheren, dort in langsamerem Prozeß verschmolzen, ungeachtet des Rassenunterschieds, Fremde und Einheimische zu Volksgemeinschaften, derart, daß der einzelne immer weniger seines Stammes und seiner Rasse, immer mehr seines Volkstums sich bewußt wurde. In den meisten Fällen freilich liegt dieser Verschmelzungsprozeß selbst, die Umstände, unter denen er sich vollzog, für uns im Dunkeln. Aber in der römischen Geschichte läßt er sich — wenigstens in seinen Hauptphasen — überblicken. Und wir konnten hier verfolgen, wie, aus Stolz auf ihre Abstammung, Teile der herrschenden Schicht lange sich dagegen sträubten, in der Volksgemeinschaft aufzugehen, die Kluft zwischen sich und dem fremden Besiegten niederzureißen, wie aber doch — wenn auch nach vielen Kämpfen — x) Vergleiche Heft 6 des U- Jahrgangs, p. 542, „Rassentheorie und Geschichtsdeutung." 56