Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 4 (1928-1929)
- Issue
- Heft 4 (Oktober 1928)
- Article
- Die 7. Delegiertentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Date
- 1928-10-01
- Page
- 409 (sequence 5)
- Language
- German
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Die 7. Delegiertentagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands Niemals bildeten sich in der Jugendbewegung Führerschaften nur als zufällige Spitzen von Menschengruppen, aus einer „gleichartigen soziologischen Struktur". Wenn aber Führer-Sein heißt, „Losungen ausgeben, wo andere das Wort nicht finden; Wege zeigen, wo andere im Herdengewimmel verharren; Richtungen weisen, wo andere sinnlos weiterrennen", dann fürwahr ist nicht möglich, was Holzer als Idealbild seines Bundes hinstellt: „Älterenproblem und Führerfrage lösen sich von selbst, wo ein reibungsloses Hinüberwechseln in größere Aufgaben sich von selbst ergibt, wo die enge Verbundenheit mit der Elterngeneration selbstverständlich i s t ..." An dem Punkte, an dem die Rede steht, an dem das Älterenproblem je und je aufbrechen wird, wo Jugend reif wird, an diesem Punkte ist nichts reibungslos, ergibt sich nichts von selbst und ist nichts selbstverständlich. Dort muß alles neu und zu seinem blutig wahren Preise ermarktet werden von jedem einzelnen. Da kommt es nicht darauf an, ob er der Jugendbewegung angehört oder wo sonst er „organisiert" ist. „Er erfahrt in sich, daß es ein Dauern gibt — die Folge der Geschlechter ...", heißt es in dem ausgeführten Zitat Bubers: Ein jeder in sich! Mml läiMMMvte mm Frankfurt a. Main 409