Mannheim
Compact Memory

Der Morgen · 1928-10-01 · Heft 4 (Oktober 1928) · p. 382

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
4 (1928-1929)
Issue
Heft 4 (Oktober 1928)
Article
Warum ich Jude bin
Date
1928-10-01
Page
382 (sequence 29)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2895450-2895475-2895480-2899112--03031-2899212
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Edmond Fleg: Warum ich Jude bin ist vielleicht der gleiche, den Abraham zertrümmerte, als er sein Haus in Chaldäa verließ, um dem stummen Ruf seines Gottes zu folgen. Und ich sage mir: von diesem fernen Vater bis zu meinem eigenen Vater haben mir diese Väter alle eine Wahrheit übermittelt, die in ihrem Blute mitfloß, die in meinem Blute fließt; und ich sollte sie, mit meinem Blut, nicht denen übermitteln, die meines Blutes sind? Wirst du sie empfangen, mein Kind? Wirst du sie -weitergeben? Vielr leicht wirst du von ihr abfallen wollen. Möge es dann um einer höheren Wahrheit willen sein, wenn es eine solche gibt Ich werde dir nicht zürnen. Es wird meine Schuld sein: ich werde sie dir nicht übermittelt haben, wie ich sie empfangen hatte. Mögest du es aber nun verlassen oder ihm folgen, Israel wird bestehen bis zu den letzten Tagen. Paris, August—Oktober 1927. freiliEFri. Mi <v>. W\x layAtv MSüllS X \ :* iiij FfSP.kfuf t ci. 1 „lain 382

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.