Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 4 (1928-1929)
- Issue
- Heft 1 (April 1928)
- Article
- Die Aufgaben der Enquete-Kommission
- Date
- 1928-04-01
- Page
- 79 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Aufgaben der Enquete-Kommission früheren Staatssekretär Dr. Bergmann, Chefredakteur Georg Bernhard, Reichsminister a.D. Dr. Dernburg, Prof. Dr. Franz Eulenburg, Prof. Dr. Harms, Prof. Dr. Heyde, Reichsminister a.D. Dr. Rudolf Hilferding, Rechtsanwalt Clemens Lammers, M. d. R., den Präsidenten des Deutschen Städtetages Dr. Mulert, Staatssekretär a. D. Prof. Dr. August Müller, Rittergutsbesitzer Freiherrn von Richthofen-Boguslavvitz, den völkischen Reichstagsabgeordneten von Saucken, Prof. Dr. Sering, Prof. Dr. Zahn, zu den Stellvertretern gehören u. a. die auch zum Teil als ständige Sachverständige herangezogenen Fritz Naphtali, Reichsminister a. D. Robert Schmidt, Oberregierungsrat a. D. Dr. Tiburtius, Adam Stegerwald, Max Cohen-Reuß, Major a. D. Henning, M. d. R., Reichstagsabgeordneter Leopold und Staatssekretär z. D. Prof. Dr. Hirsch. Bei dem großen Arbeitsstoff mußte die Enquete-Kommission ihr Pensum in verschiedene Unterausschüsse aufteilen. Fünf derartige Unterausschüsse wurden gebildet, die wiederum in eine ganze Reihe von Arbeitsgruppen eingeteilt wurden. Wenn man auch vielfach die Ergebnisse der Berufs¬ und Betriebszählung von 1925 benutzen konnte, so reichten doch diese Unterlagen in den meisten Fällen nicht aus. Man hat deshalb zunächst Fragebogen versandt, um auf diese Weise einen genauen Aufschluß über die wirtschaftlichen Vorgänge zu erhalten, hat Sachverständige vernommen, die einzelnen Werke besucht, und eine ungeheure Fülle von Material zusammengetragen. Verschiedene Veröffentlichungen legen Zeugnis von diesen Erhebungen ab, weitere Veröffentlichungen stehen bevor. Wer Gelegenheit hatte, den Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse beizuwohnen, kann bezeugen, mit welcher Sachlichkeit, und wie unparteiisch diese Untersuchungen geführt werden. Seit 1V2 Jahren ist nun die Enquete-Kommission an der Arbeit. In den neuen Etat für 1928 sind anstelle der bisherigen 3ooooo Mk. i,i3 Millionen Mark als Beihilfe für ihre Untersuchungen eingesetzt worden. Diese erhebliche Erhöhung des Etats der Enquete-Kommission ist der beste Beweis dafür, daß ihre Arbeiten kaum vor dem Ende des Jahres 1928 beendet sein werden. Das Präsidium des Ausschusses hält auch diesen Zeitpunkt als den frühesten für den Abschluß der Untersuchungen. Was hat nun die Enquete-Kommission in diesem Zeitraum geleistet? Wenn wir jetzt am Ende des Jahres 1927 einen Querschnitt durch ihre Untersuchungen ziehen, so werden wir feststellen, daß alles noch im Werden ist Resultate sind bisher nur in seltenen Fällen möglich gewesen. Eine kurze Übersicht gibt uns ein Bild der verschiedenen Arbeiten. Der erste 79