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Der Morgen · 1927-06-01 · Heft 2 (Juni 1927) · p. 214

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Journal
Der Morgen
Volume
3 (1927-1928)
Issue
Heft 2 (Juni 1927)
Article
Die Beteiligung der Juden an deutschen Montanunternehmungen
Date
1927-06-01
Page
214 (sequence 14)
Language
German
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Ernst Landsberg und zwar sowohl durch denjenigen jüdischer Privatbankfirmen, als auch den von hier durch jüdische Personen vertretenen Großbanken. Einige Konzerne werden heute bereits nach diesen Finanzgruppen benannt, so der Gumpelkonzern und die frühere Meyersteingruppe (Benthe und Einigkeit) bis zu ihrer Auflösung im Wintershall-Konzern. Dieser Konzern selbst hat zahlreiche Beziehungen zu jüdischen Privatbankfirmen, wie Carsch & Co.-Berlin (die selbst bei Gewerkschaft Schieferkaute führend sind), S. Falk - Düsseldorf und gemischten Firmen wie Bleichröder-Berlin (durch Paul Heimann über die Ronnenberg-Gruppe), Dresdner Bank (durch Kommerzienrat Isenstein-Hannover und Henry Nathan-Berlin). An den Werken des Anhaltischen Fiskus (Anhaltische Salzbergwerke Akt-Ges. und Staßfurter Chemische Fabrik G. m. b. H.) ist das Bankhaus Jacquier & Securius durch Hermann Frenkel beieiligt Die Gruppe Salzdethfurt-Aschersleben-Westeregeln wird bekanntlich von der Danatbank, der Disconto-Gesellschaft und der Mitteldeutschen Creditbank kontrolliert. Die führenden Aufsichtsrats- und Grubenvorstandsstellen sind durch Jakob Goldschmidt, Albert Katzenellenbogen, Dr. Ernst Mandel, Dr. Arthur Salomonsohn und Dr. Solmssen besetzt Die Interessen der Commerz- und Privatbank werden durch Ernst Magnus (auch im Gumpel- und Wintershall-Konzern) und Curt Sobernheim wahrgenommen. Auch der in den Konzern-Aufsichtsräten vertretene Theodor Lichtenberger von den Salzwerken Heilbronn dürfte zu der Gruppe zu rechnen sein. Von Privatbankiers gehören Ladenburg-Frankfurt und Ludwig Silberberg-Hannover dem Konzern an. Bemerkenswert sind auch die Braunkohlenbeteiligungen der Gruppe. Die Deutsche Bank hat sich im Kalibergbau (Neustaßfurt) nur sehr wenig betätigt und wird von Oscar Wassermann vertreten. In den Aufsichtsräten findet man ferner Heimann-Breslau und Hirschland-Essen. Auch die auf dem Kalikuxenhandel spezialisierten Bankfirmen befinden sich vielfach in jüdischen Händen. In der Verwertung von Kalkstein bei der Zementfabrikation sind meist kleinere, nichtjüdische Werke tätig. Bei den größeren Zementkonzernen findet man jüdische Beteiligung in Oberschlesien, wo im Vorjahre bekanntlich die großen Aktiengesellschaften zusammengeschlossen worden sind. Als Bankfirmen arbeiten dort Heimann-Breslau und Jarislowsky & Co.-Berlin mit Außerdem ist der Ostwerke-Konzern durch Ludwig Katzenellenbogen vertreten. Abgesehen hiervon muß die Zementindustrie (Wicking-Konzern u. a.) als rein christlich bezeichnet werden. 214

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