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Der Morgen · 1927-06-01 · Heft 2 (Juni 1927) · p. 201

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Journal
Der Morgen
Volume
3 (1927-1928)
Issue
Heft 2 (Juni 1927)
Article
Die Beteiligung der Juden an deutschen Montanunternehmungen
Date
1927-06-01
Page
201 (sequence 1)
Language
German
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Die Beteiligung der Juden an deutschen Montanunternehmungen Unterschiede der Besitzstruktur nach Landschaften und Material Von Emst Landsberg (Berlin) Von den wenigen hundert Industrieführern und Bankleuten, die den deutschen Bergbau maßgeblich beeinflussen, gehört in jüngerer Zeit auch ein Teil dem Judentum an. Hinzu kommen einige tausend Ingenieure und Chemiker, deren Arbeiten für die Betriebsentwicklung oft bahnbrechend gewesen sind. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Juden. Im Widerspruch zu dem Wert ihrer Leistungen steht heute die in der Großindustrie vorherrschende Politik, jüdische Chemiker und Techniker überhaupt nicht einzustellen oder ihnen nach Möglichkeit Hindernisse in den Weg zu legen. Das geschieht in Unternehmungen, die nicht nur jüdische Aufsichtsratsmitglieder haben, sondern auch jüdischen Erfindern einen wesentlichen Anteil ihrer Entwicklung verdanken. Möglicherweise ist daran zum Teil die Zusammensetzung der Angestelltenschaft (höhere und mittlere) schuld. Aber es erscheint unverstandlich, wie eine derartige Politik von den Verwaltungen gedeckt werden kann. Gewiß mag es einigen Großfinanziers jüdischer Herkunft schwer fallen, ihre zur wahren Gestalt gewordene Maske der Indifferenz gegenüber dem Antisemitismus wieder aufzugeben; aber sie isolieren sich auf diese Weise menschlich und sozial, ähnlich wie der plötzlich zu Reichtum gelangte Proletarier, von Zwischen- und Unterschichten, die sie tragen könnten. Einen solchen Zusammenhang mit den anderen sozialen Schichten zu besitzen, bedeutet heute die Stärke der rechtsstehenden (christlichen) Unternehmerpolitik. Aus den folgenden Zeilen, die der Bedeutung insbesondere des 20t

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