Mannheim
Compact Memory

Der Morgen · 1926-10-01 · Heft 4 (Oktober 1926) · p. 413

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
2 (1926-1927)
Issue
Heft 4 (Oktober 1926)
Article
[Rezension]
Date
1926-10-01
Page
413 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2895450-2895459-2895464-2897159--01374-2897290
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Besprechungen Verfasser ist sich selbst darüber im Klaren, daß etwas Endgültiges und Abschließendes heute noch nicht gegeben werden kann, und daß das, was er bietet, einen durchaus vorläufigen, orientierenden und in keiner Richtung erschöpfenden Charakter trägt. Ob freilich das, was für das Jahrbuch ein Vorteil ist, die Berücksichtigung der Fülle der Richtungen, als Grundlage für eine systematische Arbeit geeignet ist, darüber läßt sich streiten. Es bleibt zum Schluß doch nichts übrig, als Wahl des eigenen Weges und Vorwärtstreiben der Problemlösungen durch Konzentration. F. Heinemann.. Anzeigen Kröners Taschenausgabe. Der Verlag Alfred Kröner-Leipzig gibt in handlich geschmackvoller Taschenausgabe wertvolle Werke der Weltliteratur, teils auszugsweise, teils vollständig, heraus. Vier Bände Hegen heute vor mir. 1. Schelling, Sein Weltbild aus den Schriften, herausgegeben und eingeleitet von Dr. Gerhard Klau, mit einem BUdnis Schellings. 295 Seiten, 2.— Ml in Leinen gebunden. Das Charakteristische der Schellingschen Philosophie ist mit glücklicher Hand zusammengestellt. 2. Die Kant-Laplace'sche Theorie, Ideen zur Weltentstehung von Immanuel Kant und Pierre Laplace. Eingeleitet und herausgegeben von Heinrich Schmidt, Jena. Mit zwei Bildnissen. 228 Seiten, in Leinen geb. z.boM/l. Dem Werk ist eine bisher noch nicht ins Deutsche übersetzte Arbeit von Laplace „Idee zur Kosmogonie" angefügt, die dem Verständnis des Kantschen Werkes dient. Anmerkungen erleichtern die Lektüre. 3. Die Hellenistische Dichtung von Alfred Körte. Mit vier Bildern. 333 Seiten, in Leinen gebunden 3.— Ml. Es ist eine übersichtliche Literaturgeschichte der hellenistischen Epoche. Die Wiedergabe von Proben aus den besprochenen Dichtungen vermittelt dem Leser das ästhetische Verständnis der besprochenen Dichtungen. h- Arthur Schopenhauer. Die Persönlichkeit und das Werk in eignen Worten des Philosophen, dargestellt von Konrad Pfeifer, nebst einem Anhang: Schopenhauer als Erlebnis. 224 Seiten in Leinen gebunden 3.5o Ml. Man kann verschiedener Meinung sein über den Wert, dem eine Zusammenstellung der Worte eines Denkers zukommt. Wer die Werke Schopenhauers kennt, dem wird hier ein anmutiger Blumenstrauß geboten. Im Anhang werden unter dem Titel: „Schopenhauer als Erlebnis" persönlich gehaltene Äußerungen von Paul Deussen, Nietzsche, Richard Wagner, Leo Tolstoi, Ludwig Schemann, Raphael Bazardjian, Adam von Doss, Karl Bähr, Lucia Franz, Ludwig Sigismund Ruhl, Wilhelm von Gwinner gebracht. J. Monatsschrift für Geschichte u,nd Wissenschaft des Judentums. Berlin-Schöneberg. Das Juniheft bringt an erster Stelle eine eingehende Auseinandersetzung von Prof. J. Elbogen mit D u b n o w s Weltgeschichte des jüdischen Volkes, Band 1—3. Fritz Baer bringt seine Untersuchungen über eine jüdische Messiashoffnung und deren Einfluß auf christliche Kreise zum Abschluß. Rudolf Eisler und Gerhard Scholem führen ihre Betrachtungen über den Einfluß der Kabbala auf die Alchemie weiter. Das Augustheft enthält neben wichtigen fachwissenschaftlichen Aufsätzen eine Reihe gemeinverständlicher Beiträge. Ein bedeutender Aufsatz von Leo Baeck ist der Frage gewidmet, ob das Judentum Dogmen hat. Baeck zeigt zunächst, daß keineswegs, wie meist angenommen wird, der jüdische Liberalismus in der Leugnung von Dogmen einig gewesen ist. Er versucht ferner zu zeigen, daß den religiösen Grundwahrheiten, die das Judentum selbstverständlich anerkennt, die kennzeichnenden Merkmale des kirchlichen Dogmas fehlen. Die Sammelbesprechung unterrichtet über neuere Forschungen zur Septuaginta. Professor Eduard B a n e t h bringt seine Bemerkungen zur Erklärung des biblischen und nachbiblischen Schrifttums zum Abschluß. Von den übrigen Aufsätzen ist der eines Arztes über die österreichischen Juden des 18. Jahrhunderts von besonderem Interesse. Prof. Otto Krauske, Königsberg, bespricht das ausgezeichnete Werk 413

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.