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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 4 · p. Seite 280

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 4
Article
Etliche Streiflichter auf Friedrich Delitzschs "Große Täuschung"
Date
1920-01-01
Page
Seite 280 (sequence 8)
Language
German
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280 Etliche Streiflichter auf Friedrich Delitzschs ״ Große Täuschung״. der geschichtliche Wert der Genealogie in Mt. 1, 1—16 gleich Null ist.“ Jedermann? Ein Hm. Delitzsch hoffentlich nicht ganz unbekannter Geistesriese, Prof. Theod. Zahn (Erlangen), schreibt in seiner neutestamentlichen Einleitung3 II, 278: ,,Daß der Zimmermami Josef, als dessen Sohn Jesus allen bekannt war (Matth. 13, 55; Luk. 3, 23; 4, 22; Joh. 1,46; 6, 42), und dessen Stammbaum Mt. als den״ jenigen Jesu darbietet, ein Davidssohn sei, war nicht eine Sondermeinung der christlichen Gemeinde, welche aus dem Bekenntnis zu Jesus als dem Messias erwachsen sein könnte (Matth. 1, 16. 20; Luk. 1, 27), sondern war eine unter seinen Volks״ und Zeitgenossen allgemein bekannte und anerkannte Tatsache. Wenn alles Volk den Josefssohn Jesus einen Davids sohn nannte und die Frage, oh er der eine erwartete Davidssohn sei, zu bejahen sich geneigt zeigte (Matth. 9, 27; 12, 23; 15, 22; 20, 30. 31; 21, 9. 15), so verneinten die Gegner wohl diese Frage, bestritten aber nicht jene Voraussetzung. Nach dem Zeugnis der Evangelien, die uns doch die mannigfaltigsten Einwendungen Vorführern, welche die Gegner gegen Jesus erhoben, haben diese auch in der größten Erbitterang niemals versucht, die Davidische Abkunft Jesu, d. h. Josefs, anzufechten und dadurch dem ganzen Unternehmen Jesu den Boden zu entziehen.“ Ferner Zahn II, 297: ,,Daß die Davididen, solange der Tempel stand, ihre Abkunft glaubten nachweisen zu können, zeigt das Verzeichnis der Tage, an welchen die verschiedenen Geschlechter das Brennholz für den Brandopferaltar zu liefern hatten, in MTaan .4, 5 (vgl. Schürer II, 260): am 20. Tammus das Haus Davids. Im;N. T. vgl. Luk. 1, 5; 2, 36; Rom. 11, 1; Phil. 3, 5.“ Hr. Delitzsch bittet in der Vorrede (S. 6) im voraus um Verzeihung, wenn er ״sich in der Wahl dieses oder jenes Ausdrucks vergriffen haben sollte.“ Nach unserem Gefühl handelt es sich viel weniger um einzelne maßlose Ausdrücke, daß er z. B. Jhvh einen ,,Schandgötzen“ oder die Propheten

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