Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 3 · p. Seite 233

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1920-01-01
Page
Seite 233 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829897-2829901-2895226--44065-2895311
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Besprechungen. 233 bausehung von Krankheitsherdchten (S. 18 und 26), und auch die Schilderung der Homosexuellen mit der Technik der sog. Diatiibenliteratur (S. 64). Die Folterung der Sklaven (S. 63) ist römische Sitte. Als Vorarbeit für die Untersuchung der jüdischen und griechischen Bildung der jüdischen Hellenisten hat die fleißige Arbeit ihren Wert, auch wohl zur Beurteilung des Maßes medizinischer bildung, das im 1. nachchristlichen Jahrhundert zur Allgemein- Bildung gehörte. 1 י. Heinemann. Ludwig Davidsohn: Beiträge zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Berliner Juden vor der Emanzipation, Verlag Louis Lamms Berlin 1920. Aus seiner umfangreichen Arbeit über dieses Gebiet veröffentlicht der Verfasser den vorliegenden Teil; hoffentlich bessern sich die Druckverhältnisse batd so, daß es ihm möglich sein wird, die ganze Arbeit erscheinen zu lassen, denn die Untersuchung verspricht einen wesentlichen Fortschritt unseres Wissens. Im ersten Abschnitt geht der Verfasser auf die ״Jüdischen Ansiedlungen in Berlin und der Mark im Mittelalter“ ein und behandelt zunächst die Frage der ״Jüdischen Bevölkerung in Berlin— Köln während des Mittelalters.“ Zum ersten Male werden die Juden Mer im Oktober 1295 erwähnt, also kaum 50 Jahre nach der Gründüng der Stadt, womit erwiesen ist, daß sie zu den ältesten Bewohnern gehören. Das Schicksal der Juden in der Mark ist ähnlich dem, das sie in den übrigen Teilen Deutschlands erfuhren. Vertreibung wechselte mit erneuter, zeitweiser Ansiedlung. Mußte das unglückliche Volk sich ja stets das Land aussuchen,. in dem es für den Augenblick die geringste Bedrückung erfuhr. Der Verfasser geht dann das Schicksal der Juden in der übrigen Mittelmark durch und zwar in den Orten Spandau, Nauen, Beelitz, Brandenburg, Frankfurt a. O., Jüterbog, Eberswalde, Müncheberg, Mittenwalde, Treuenbrietzen, Rathenow, Straußberg und Potsdam; darauf folgt eine Betrachtung der jüdischen Ansiedlungen in der Altmark, und zwar in den Orten Stendal und Salzwedel, in der Priegnitz: Havelberg, Perleberg und Pritzwalk, in der Grafschaft Ruppin: Gransee und schließlich der Ansiedlungen in der Neumark. Das zweite Kapitel befaßt sich sodann mit der Politik gegenüber den Juden und untersucht zunächst die Gründe für die Aufnähme der Juden. Hier ist die Feststellung wichtig, daß die Landes-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.