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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 3 · p. Seite 207

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 3
Article
Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
Date
1920-01-01
Page
Seite 207 (sequence 11)
Language
German
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Wesen and Bedeutung desDagßsch, insbesondere des Dagesch euphonicura. 207 Mitlauten eintreten sollte, so wäre das Dagesch unnötig, wie bei על־לבבך und בכל-לבבך. Bei schärferer Trennung steht weder Dagesch noch Makkef. So finden wir Est. 6,13 מודע ÜK\; aber es könnte auch אכה^ולע heißen, wie einige Handschriften darbieten• Wie überall, verbindet auch hier das Dagesch; am besten kann man es mit dem bei דחילן (oben S. 200) vergleichen. Man soll so lesen, als ob )?*מחום אמצאת,* ,בנון stünde. Diese Schärfung hielt man zur Sicherang des richtigen Lesens für notwendig, zum Schutze der tonlosen einsilbigen Wörter, die bei der Kürze ihrer Vokale und dem durch die Akzente bedingten raschen Lesen fast unhörbar wären. Man beachte wohl, daß es sich um die flüssigen Laute handelt, die sich wesentlich von andern Com sonanten unterscheiden. Der Unterschied kommt doch schon in ihrer Benennung zum Ausdruck. Die einen heißen be, ge. de etc., die andern el, em, en, er und ebenso* ef und es, Ihre Verlautbarung ohne Vokale ist wohl bei den liquiden möglich, weshalb sie auch semivokales genannt werden, während man bei den andern ein kurzes i zu Hilfe nehmen muß: bi, di, gi etc. Gegen Ibn Djanach's Ansicht sprechen auch die Maßregeln, die dieMaßoreten anwenden, um das ״Verschlucken44 des einen der beiden zusammentreffenden Mitlaute zu verhüten. Wenn beide Wörter nicht durch Makkef verbunden sind, sondern Akzente haben, so kommt es darauf an, ob diese ein langsames oder schnelles Lesen erfordern. Im letztem Falle setzen sie einen Trennungsstrich 2 ,פסיק. B. ללב I 1 בלול Chron. 22,3, למעלה I להגדיל ^as״ V- 5י Trotz der verbindenden Akzente sollen beide ל deutlich zu Gehör kommen. Ein Dagesch war nicht angängig, weil י ~ und ~ lang und betont sind. Verlangen die Akzente ein langsames Lesen, so ist ein פםילן unnötig* wie z. B. וא־ול לוי spr. 20,14, צרר הדו hos. 4,19, זלח חעזך& Ps. 105,26. In den letzten zwei Beispielen haben die Maßoreten das erste Wort mit zwei Akzenten versehen,

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