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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 3 · p. Seite 194

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 3
Article
Zur Ortsnamenkunde Palästinas
Date
1920-01-01
Page
Seite 194 (sequence 14)
Language
German
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194 Zur Ortsnamenkunde Palästinas. נצדונא erscheint in einer Erzählung, Kohelet r. zu 2,8* § 2, die ich in Monatsschrift 1915 (59), S. 167 f., besprochen habe. Dort wurde auch bemerkt, daß נצחנא, das in Nord■״ galiläa liegen muß, keinesfalls in ־ ־= (?)נצרנהNazarieth geändert werden dürfe. Eine sichere Identifikation kann ich auch jetzt nicht bieten, doch möchte ich auf die alte Ortslage von Rösch-Pinnä (bei dem arabischen Dorfe Dscha'üne) östlich Safed hinweisen, wo bei der Anlage der jüdischen Kolonie mehrere Steinfiguren — wohl aus römischer Zeit stammend — zum Vorschein kamen• Etliche davon sah ich im Frühjahr 1911 im Hause des Verwalters der Kolonie. Sicher lag hier — in dieser schönen Umgebung — ein bedeutender Ort syrischhellenistischen Charakters, denn . נצחנא ist ein syrischer Name. Die Ortslage würde gut stimmen, denn sie liegt in der Nähe der in der obigen Erzählung genannten Orte עכברין (rAkbara) und גוש חלב (Gischala Ed- Dschisch). Nebenbei sei noch bemerkt, daß im Parke der Kolonie mir gewisse Bäume als ״wilde Pfefferbäume“ ׳ bezeichnet wurden. Ob diese etwa die Nachkommen jener Bäume sind, von denen R. Josua — nach der midraschischen Erzählung — Pfeffer aus נצחנא brachte?1) עיקוש Hizkija ■איש עיקוש bezeugt im Namen R. Gamliels I. vor dessen Enkel, R. Gamliel II. eine These2). Eine andere־ Lesart hat אבי צקש, das .wohl מבי צקש zu lesen ist. Jedenfalls ist ציקלש oder בי| צקש] ein Ortsname, wohl in Judäa zu suchen, wo die meisten Lehrer vor 135 lebten. Jedoch sei auch an den Namen des Tanna R. Hananja b.!צקשיד erinnert3). ב) Daß gewisse, im Altertum an einem bestimmten Orte genannten Bäume heute noch an׳ derselben Stelle existieren, hat J. Löw: Monats- Schrift 1916 (60), S. 226 f. gezeigt. 2) Sifra zu Lev. 11,13 (53 d), wo nach Jalkut I, 539 איש עיקוש zu lesen ist (Bacher, Tradition 18, Anm. 3). Der gewöhnliche Sifratext und Bekorot 38a haben .אביש ף S. Bacher, Ag. Tan. II, 376.

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