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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 3 · p. Seite 166

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 3
Article
Etliche Streiflichter auf Friedrich Delitzschs "Große Täuschung"
Date
1920-01-01
Page
Seite 166 (sequence 4)
Language
German
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166י Etliche Streiflichter auf Friedrich Delitzschs ״Große Täuschung־®. Menschheit überhaupt/' (S. 71.) Statt des Alten Testamentes, welches ״für die christliche Kirche und damit auch für die christliche Familie vollkommen entbehrlich ist“ (S. 95), sollte richtiger Wilh. Schwaners ״Germanenbiber‘ (4. Aufl. 1918) als Erbauungsbuch benützt werden, wo ״die tiefen Gedanken unserer deutschen Geistesheroen (z. B. Goethes) über Gott und Jenseits und Un- Sterblichkeit trefflich ausgewählt und geordnet Zusammengestellt sind“. Auch sollte das Alte Testament, welches ״uns Gottes Wesen und Walten so wenig offenbart, daß es vielmehr von Anfang bis zu Ende - das Spiegelbild eines engherzigsten und zugleich unwürdigsten Gottesbegriffs ist, nicht länger einen Zweig der christlichen Theologie bilden, sondern besser der orientalischen Philologie und allgemeinen Religionsgeschichte überlassen werden“. Man sieht: Hr. Delitzsch ist ״untemähmend“/wie die Sachsen sagen. ״Um Gottes willen.“ Über den wahren Gott, zu dessen Ehrenrettung gegen den ״falschen“ Gott Jaho Hr. Delitzsch seine Schrift geschrieben, erfahren wir von diesem Berliner Propheten wider Erwarten nicht das geringste Positive, sondern nur Negatives, daß er nämlich mit dem Gott Jhvh nicht identisch sein kann und darf. Höchstens, wenn man will, steht über den wahren . Gott des Hm. Delitzsch etwas Positives auf S. 92: ״Wir leben der felsenfesten Zuversicht, daJ3 der deutsche Genius unzerstörbar ist, und daß der allmächtige Gott über Leben und Tod jedes einzelnen Menschen wie jedes einzelnen Volkes auch ohne plötzliches Wunder dem deutschen Volk heraushelfen wird aus seiner jetzigen Schmach und Sklaverei und aus tiefster Nacht einem neuen lichten Morgen zuführen wird/‘ Wenn der Gott des Hm. Delitzsch ״allmächtig“ ist, dann ist er doch wohl kein schlafender oder seine Allmacht verträumender, sondern ein dieselbe betätigender, in die Geschichte,

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