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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 2 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 2
Article
Aus H. Graetzens Lehr- und Wanderjahren
Date
1920-01-01
Page
Seite 151 (sequence 9)
Language
German
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151 Aus H. Graetzens Lehr- und Wanderjahren. graphie der ־1תנאים). Die Rede gelang mir zum Theil. Ich hatte sie auch ziemlich memoriert. Es sollte die erste Rede seyn, die ich in solcher Versammlung halten sollte. Ich war jedoch ziemlich gefaßt. ,Ich war es namentlich meiner Eltern willen, die zuviel darauf gebaut hatten. Friday 20 (= 18. September). Da kam der Tag der Einweihung. Ich hatte mich so recht darauf gefreut. Meine Mutter und Schwester fuhren auch mit, mein Bruder sollte auch von Posen kommen, und es hätte nicht viel gefehlt, wäre der Vater auch dahin gekommen, car il s'est debarrasse trop pour me faire faire un petit redingote du drap noir. Im Regen langten wir in Wollstein an, da war Aufruhr. Alles war in Bewegung der Freude. Keiner war zu sprechen. Es war nur ein Rennen. Mit Bernhard aus Lissa ging ich zu Gebhardt2), der nach Wollstein berufen war, die neue Schule einzuweihen. Ein feines Männchen, das jeden zu obligieren versteht. Ich war gleich gegen ihn eingenommen, weil er ohne Verstand auf B. U. raisonnierte. Der Nachmittag kam heran. Ich hörte, daß meine Reise umsonst sey; denn es wurde G. schon aufgetragen, auch שבת zu reden. The father has now made expense in vain! Indessen ging die Feierlichkeit vor sich3). Die Schulkinder mit Blumenkränzen, die jungen Herren mit Wachskerzen und ihrem Chapeau d'honrieur. A. Alexander und ף Das Buch ist nie besonders erschienen und vom Verfasser sicherlich bei seiner Darstellung der tannöischen Zeit benutzt worden. 2) Vgl. über ihn Herz berg, Geschichte der Juden in Brom.־ berg, S. 68 ff. 101. 3) Eine ausführliche Schilderung der Feier schrieb Josua Schiff in der A. Z. d. J. V (1841) S. 78 f., er rühmte dort die ,,mit glänzendem Beifall aufgenommene Weiherede“ des Kandidaten Gebhardt sowie die Predigt am folgenden Sabbath. Dann heißt es: ״Nachmittags hielt der zufällig hier anwesende Kandidat H. k Graetz, Schüler des Rabbiners S. R. Hirsch, einen Vorträg, der Wissenschaftlieber Tendenz war.“ Weiter nichts.

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