Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 64 (1920)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
- Date
- 1920-01-01
- Page
- 132 (sequence 1)
- Language
- German
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I Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum. Von Jos. Cohtt. (Fortsetzung) Hie־r mag noch eines andern Dagesch lene Erwähnung geschehen, obwohl dieses in unsern Bibelausgaben nicht vorkommt Wenn in einem Worte zwei Schwa nebeneinander stehen, so ist bekanntlich das erste quiescens und das zweite mobile. Gehört dieses zu einem, der Buchstaben בגדבפת, so erhält er Dagesch lene z. B. אעובח־י, ,לכתבו. Nach אד־.ד1ע wie oben bemerkt, auch in andern Buchstaben, wie ,רעופסם 5 יעוזרכם M 32,38. Manche Punktatoren gingen darin noch weiter und setzten dieses Dagesch lene überall, wo zwei Schwa .zusammenstehen, um dadurch das Schwa mobile nach geschlossener Silbe noch besonders kenntlich zu machen, z. B. אעזפןלון ,נבלעו. Man hat dieses Dagesch D, neutrum genannt; besser wäre es Dagesch lene superfluum zu nennen. Spuren davon haben sich noch in einigen Handschriften er: halten, s. Pinsker, Einleitung usw. S. 111, Graetz a. a. O. S.493. Wie dieses möchte man aber auch das Dagesch in 1&,לח 0חפד ׳!;אסרי etc. als überflüssig ansehen, da wir doch durch die Vokalisation wissen, wie zu lesen ist; deshalb fehlt ja auch dieses Dagesch in vielen Bibelausgaben. Man hat daher diese Dageschsetzung durch die Annahme erklären wollen, daß das Dagesch älter sei als alle Vokale, daß man sich dessen allgemein vor Einführung der Phonetik bediente, um Verschiedenes auszudrücken, also hier, daß לדדמו und nicht ל־חמו oder 1לחמו zu lesen ist. Für diese Vermutung scheint der Umstand zu sprechen, daß auch das superlineare Punk-