Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1919-01-01
- Page
- 364 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2829132-2829892-2829896-2894926--43787-2895098- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Besprechungen. R. Travers Herford, B. A. Das pharisäische Judentum an seinen Wegen und Zielen dargestellt. Autorisierte'Übersetzung'aus dem Englischen von Rosalie Perles. Mit einer Einleitung von Felix Perles. Leipzig, Verlag von Gustav Engel, 1913. Rudolf Leszynsky, Die Sadduzäer. Berlin, Mayer und Müller 1912- Die Jahrhunderte des zweiten Tempels sind in eine tiefe Dämmerung gehüllt. Große Entwicklungen haben sich in jenem langen Zeitraum vollendet oder angebahht Neben dem TempeL entstand die Synagoge, die Bibel wurde abgeschlossen, das Judentüm mußte sich mit dem Hellenismus auseinandersetzen, in den Pharisäern und den Sadduzäern bildeten sich scharf ausgeprägte religiöse Richtungen, und das.Christentum trat in das Licht der Geschichte. Aber von den Einzelheiten dieser Bewegungen wissen wir nur sehr wenig. Namentlich von der Entstehung der beiden großen religiösen Parteien, der Pharisäer und der Sadduzäer, gibt uns kein Zeitgenosse eine klare Kunde. Doch die Frage darnach ist so dringend, daß sie unsere Historiker nicht ruhen läßt. Im .19, Jahrhundert ist von christlichen und jüdichen Gelehrten der Versuch gemacht worden, Ihre Ursprünge zu ergründen. Volle Klarheit ließ sich nicht erreichen, denn die Quellen sind spärlich und yieldeutig. Trotz aller Bemühungen blieb die Aufgabe un• gelöst, und vielleicht ist sie unlösbar. Dennoch reizt und lockt sie immer wieder ihre Bearbeiter. Wir haben daher heute über zwei Werke* zu berichten, die von verschiedenen Seiten her das alte Problem in Angriff nehmen. Herford und. Leszynsky berücksichtigen beide das gesarate Quellenmateriäl, sie ziehen das rabbinische Schrifttum, die Apokryphen und das neue Testament herbei. Leszynsky untersucht außerdem noch die von Schechter in der Geniza zu Kairo