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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 2 · p. Seite 194

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 2
Article
Frankfurter Judenstättigkeiten im Mittelalter
Date
1919-01-01
Page
Seite 194 (sequence 8)
Language
German
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394־ Frankfurter Judenstättigkeiten im Mittelalter. Wir entnehmen aus dieser Zusammenstellung, daß die Zahl der Juden, die sich nicht länger als 3 Jahre in der Stadt aufgehalten haben, go betrug oder 64,3#; rechnen wir noch die mit vierjährigem Aufenthalt hinzu, so erhalten wir 104 Juden oder 74.3%* Wir vermögen nur in den seltensten Fällen anzugeben1 * * 4 5 6 7 8), was den überwiegenden Teil der Juden veranlaßt hat, nur so kurze Zeit auf dem Boden Frankfurts zu weilen. Zu starke Steuerbelastung oder sonstiger Druck hatte sie wohl nicht von dort getrieben, anderswo ging es ihnen schwerlich besser, der Rat hatte sich ihrer in bedrängten Zeiten stets angenommen. Vielleicht war aber bei vielen der Grund zur Auswanderung die Schwierigkeit der Existenz, die Konkurrenz teils der Glaubensgenossen, deren Zahl viel größer war als die Rechenbücher angeben, teils der christlichen Kreise. Man durchblättere nur einmal die Liste der christlichen Gewerbetreibenden und Handelsleute jener Zeit, die Dietz in seinem Werke »Frankfurter Handelsgeschichte« zusammengestellt hat. Eine stattliche Anzahl von Händlern mit Wolle und Tuch, mit Eisen, Kupfer und Edelmetall, mit Leinwand, Rauchwerk, Farbstoff, mit Hafer und sonstiger Frucht, mit Honig und Wein, mit Spezereien, mit Fischen und Holz usw. tritt uns da entgegen. Wo blieb da noch viel Raum für die Erwerbstätigkeit der Juden übrig? halt der Stadt Frankfurt ern Mittelalter. Die Angaben müssen durch anderweitige Quellen, wie sie uns die Bürger- und Gerichtsbücher bieten (s. Urkundenbuch S. 312—906), kontrolliert und ergänzt werden. 4) Joseph von Kassel 1360—1378. 5) Simon von Seligenstadt von 1360—1379, Seligmann von Linnich 1381 —1400 'und Jaselin von Marburg 1363—1384. 6) Joseph von Miltenberg 1366—1388. 7) Seligmann von Gelnhausen 1373—1400 und der Judenarzt Jakob 1364—1391• 8) Kalman von Mainz 1360—1391. Seine Kinder sind noch nach 1391 längere Zeit in Frankfurt. ף So sagen manche Juden deswegen die Stättigkeit auf, weil ihre auswärtigen gescMftliehem Beziehungen einen anderen Aufenihaltsort für sie verlangen. :

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