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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 2 · p. Seite 163

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 2
Article
Über die Unechtheit der dem Isaak ben Salomo Israeli beigelegten Schrift "Sitte der Ärzte"
Date
1919-01-01
Page
Seite 163 (sequence 8)
Language
German
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163: ' beigelegten Schrift »Sitte der Ärzte. in Ausdrücken höchster Anerkennung spricht und dessen Namen er gewöhnlich mit den! Beiwort »der Fromme« schmückt *), ein solch abschätziges Urteil sollte gefällt haben. Im § 35 sagt unser Autor, daß die Untersuchung des Urins nur für den Zustand der Leber und der Harnwege maßgebend sei, und für diese auch nur dann, wenn er auf alle seine Be* dingungen beurteilt wird2), Das steht in unvereinbarem Wider- Spruch mit der von Israeli in seiner die Lehre vom Urin be* handelnden Schrift ausgesprochenen Ansicht, daß die Untersuchung des Urins, ein zwar besonders für die Krank» heiten der Blutgefäße, aber auch für alle anderen Krankheiten bedeutsames diagnostisches Mittel sei, was dann für alle Organe und deren Krankheiten nachgewiesen wird ף. Auf Grund dieser Argumente ist die Autorschaft des alten Isaak ben Salomo Israeli endgiltig abzulehnen. Welchem der zahlreichen anderen Träger des Namens Israeli sie etwa beizulegen sei4), läßt sich nicht entscheiden. Vielleicht hat der Abschreiber י) Guttmann, Israeli S. 11 A. 6. ״אין השתן מראה כי אם על עניני הכבד בלבד ושבילי השתך ויד, (־ בהיותו נדון בכל תנאיו ־וגס. 3) Liber Unnarum ^Opeia Lugdüni) fol. 164 col. 1: Urina maximam in morbis habet significationem et circa actionis raturae quantitatem atque calorem et fecis decoctionem naturalem, si sit in initio, vel medio, vel in suo complemento. Cum enim urir.a sanguinis aquat'ci et ceterorum humorum sit collatura, aquosi autem sanguinis habitatio sit in vena, neeesse est ceriiorem faciat significationem inorborum in venis contentorum quam extra venas posuorum, quia in vena decoctionis et naturae actionis fortior est inhabitatio. Weiter führt Israeli aus, daß die Untersuchung des Urins nicht das einzige diagnostische Mittel für die Krankheiten außerhalb der Blutgefäße sei, und bemerkt dabei: Unde oportet 11t urina non soluin in morbis extra venas nos certificet. Gonsideremus et digestionem et eolicam passionem et in intestinis prolendentem vulnera. Consideremus *vomitus et similia passionis stontachi osteudentia, quia fantum urina quantitatem complexionis corporis monstrat dominantem et quantitatem naturalis actionis in loco coctionis, id est venis, 4) Vgl. Kaufmann a. a. Ü. S. 8 (Ges. Schriften III S 263). 11*

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