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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 2 · p. 156

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 2
Article
Über die Unechtheit der dem Isaak ben Salomo Israeli beigelegten Schrift "Sitte der Ärzte"
Date
1919-01-01
Page
156 (sequence 1)
Language
German
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Über die Unechtheit der dem Isaak ben Salomo Israeli beigelegten Schrift ״Sitte der Ärzte“. Von Jakob Guttmann-Breslau. Mit Isaak ben_ Salomon Israeli; (845—940), dem Landsmann und etwas älteren׳ Zeitgenossen des Gaon Saadia, tritt der erste Jude in den Kreis der wissenschaftlichen Bestrebungen ein, die, von den Arabern ausgehend und später auch auf das christliche Abendland verpflanzt, das geistige Leben des Mittelalters beherrschen. Durch seine philosophischen und medizinischen Schriften hat sich Israeli einen hervorragenden Platz in der Literaturgeschichte des Mittelalters erworben. Als philosophischer Schriftsteller hat er freilich im Kreise seiner eigenen Glaubensgenossen nur wenig Beachtung gefunden. Es ist ihm darin ähnlich wie Salomon ibn Gabirol gegangen, Von den Scholastikern des dreizehnten Jahrhunderts wird Ysaak oder Isaak, wie Israeli nach dem Titel der lateinischen Übersetzung seiner Schriften in der christlichen Literatur gewöhnlich genannt wird, auch als Philosoph sehr häufig mit Anerkennung zitiert, und Albertus Magnus, der sich am ein־ gehendsten mit ihm beschäftigt hat, bezeichnet ihn neben Maimonides als vden bedeutendsten Philosophen unter den Juden1) Von jüdischer Seite aber ist ihm eine gleiche Wertschätzung bei ג) Albertus Magnus (Opera ed. Jammy T. III pag. 375) Metaph. XI tract. 2 cap. 10: In idem autem videtur penitus consentire Iudaeus philosophus, qui vocatur Rabbi Moys'es, et Iudaeus, qui ante ipsum fuit in philosophia magnus, qui vocatur Isaac. Vgl. Guttmann, die Scholastik des 13. Jahrhunderts in ihren Beziehungen zum Judentum und zur jüdischen Literatur. S. 55—60; Guttmann, die philosophischen Lehren des Isaak ben Salomon Israeli S. 18— 19

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