Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 283 (sequence 2)
- Language
- German
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Besprechungen. 28a Nur die Seiten 12—21, 62—66 beschäftigen sich mit der Ausspräche des Hebräischen; der Hauptteil des Buches handelt vom Gesänge, der Tonalität und Rhythmik, S. 67—11g sind Notenbeilagen. Das Hauptinteresse des Verf. und offensichtlich auch seine wissenschaftliche Stärke liegen bei der Musik; hier hat der Verf. sich ja auch schon durch frühere Schriften als Kenner erwiesen. Man wird es daher begreiflich und entschuldbar finden, wenn der Verf. der reinen Phonetik und der Semitistik nur geringeres Interesse zuwendet, und wenn ihm hier auch nur geringere Kenntnisse zur Verfügung stehen. Bereits im 57. jahrgange dieser Monatsschrift S. 527 ff. und 697^. hatte Idelsobn unter dem Titel »Die gegenwärtige Aussprache des Hebräischen bei Juden und Samaritanern« Mitteilungen gemacht über neun verschiedene Aussprachen bei neun in verschiedene Länder zerstreuten jüdischen Sprachgemeinschaften. Was der Verf. in der jetzt vorliegenden Wiener Akademieschrift über die Aussprache der jemenischen, persischen, syrischen Juden gibt, deckt sich größtenteils mit .dem in der Monatsschrift schon früher über diese Gebotenen. Verf. beginnt mit der jemenischen Aussprache. Über diese haben wir neuerdings auch Bemerkungen von Grimme: Die jemenische Ausspräche des Hebräischen und Folgerungen daraus für die ältere Sprache (Festschrift Ed. Sachau, S. 125—142). Diese Bemerkungen Grimmes stehen zuweilen im Widerspruch zu denen Idelsohns; aber auch idelsohn selber widerspricht sich manchmaL So ist ihm ב jetzt deutschem w; dagegen in der Monatsschrift S. 537 »ein Zwischending von b und v/, bei dessen Aussprache die Oberlippe über die Unterlippe vorgezogen wird«. Letztere umständliche Erklärung wird die richtige sein: Grimme sagt S. 129 dasselbe mit einem Worte »bilabial«. ר ist dem Verf. jetzt scharfes Gaumen-r; dagegen in der Monatsschrift S. 538 scharfes Zungen-r (rollend). Auf S. 15 unter d) wird ר sogar mit קטצ zusammen zu den emphatischen Konsonanten gerechnet. Auch hier stimmt Grimme mit der früheren Erklärung Idelsohns überein: ר ist nach Grimme S. 130 stark, event. leichter gerolltes Zungen-r. Blickt man auf die Tabelle des Lautsystems S. 14, so findet man unter Liquidae auch noch ein palatales 1י »in Aden«; in der Monatsschrift dagegen an dieser Stelle ein 3. Liegt hier ein Druckfehler vor, oder Unsicherheit in phonetischer Anschauung? Ich möchte aber wenigstens annehmen, daß die dentale Spirans V bloß ein Druckfehler für צ ist, wie in der?Monatsschrift gedruckt ist. Grade über das ר hätten wir