Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Aus H. Graetzens Lehr- und Wanderjahren
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829887-2829891-2894562--43325-2894707- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Aus H. Graetzens Lehr- und Wanderjahren. 2G5 Eltern Ihnen die Mittel zur anständigen Versorgung Ihrer übrigen Bedürfnisse während Ihres Hierseyens zufließen lassen werden, Haben Sie die Güte, mich mindestens 8 bis 14 Tage vor dem Tage Ihres Eintretens hierselbst von diesem in Kenntnis zu setzen. Freundlichst grüßt Sie . . . Welche Güte, welche himmlische Zuvorkommenheit! /אלי קטנתי מכל החסדים אשר עשית את עבדך כי בער וריק באין תוחלת יצאתי מעירי לפגי ארבעה שנים ועתה אסיר תקוה אני לעלות במעלות החכמה לבא אל איש אשר תכונת נפשו כמלאך אלקים צבאות. Wie wunderbar sind doch Gottes Wege!« Nun gilt seine Haupttätigkeit den etwas umständlichen Vorbereitungen zur weiten Reise. Nicht ohne mancherlei Ärger und Verdruß vermag er die unentbehrlichste Ausstattung und einige Geldmittel dazu herbeizuschaffen. Endlich ist das Notwendigste zusammengerafft. Am Montag, 27. März 1837, 11 Uhr, tritt er die Reise an. »Heute reise ich ab«, berichtet er (Tageb. II, 1), »und somit wird eine neue Epoche folgen. Mein Vater und Geschwister begleiteten mich bis Neustadt, allein blieb die Mutter zu Hause. An der Wartha nahm ich Abschied, recht vergnügt und voll der seligsten Hoffnungen«. Wir werden demnächst sehen, in welchem Umfange diese Hoffnungen zur Wahrheit geworden sind. (Fortsetzung folgt.)