Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Elkan Henle, 1761 - 1833
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 226 (sequence 4)
- Language
- German
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226 Eikan Henle, 1761—1833. geb. am 7. November 1784, durch den sich dieser Stamm des Henleschen Geschlechts fortpflanzte, Rosine, die, erst zwölf Jahre alt verstarb, und Joel, geb. 24. Juli 1787, der ebenfalls nicht zu Jahren kam. Bereits am 18. September 1788 raubte der Tod Eikan Henle seine Frau, für die er schon im folgenden Jahr am 27, August 1789, in Olk (Ottilie), der Tochter des Moses Fränkel zu Dessau1), einen Ersatz suchte und fand. Auch diese Verbindung ward mit mehreren Nachkommen gesegnet, von denen indessen nur drei, Dora, geb. 20. Januar 1796, verehelichte Friedmann, Sara (Helene), geb. 3. September 1802, gest. 26. März 1890 ledig zu Fürth, und Dr. phil. Jakob Henle, geb. 28. Oktober 1803, gest. 29. Juni 1875 Frankfurt am Main als Schriftleiter des »Korrespondenten von und für Süddeutschland«, das Kindesalter überschritten; ein am 13. Oktober 1790 geborner Sohn, mit Namen Abraham, ist als Säugling in seines Erzvaters Schoß eingegangen. Eikan Henle, der vom seinem geistig regsamen Emma Pollak (1827—1909) zahlreiche Nachkommen. Ein zweiter Sohn Karl, geb. am 17. Juli 1822, gest. am 1. Nov. 1897 zu München als K. B. Oberstleutnant, vermählte sich mit seiner Base Emma Henle (1843—1909) in zweiter Ehe, aus der zwei Söhne hervorgingen. Ein dritter Sohn, Jakob, geb. 21. Nov. 1826, gest. 23. Sept. 1905 als K. Bayr. Regierungsdirektor zu München, erhielt gleich seinem Bruder Siegmund den bayrischen Ritterstand, seine Familie ist mit Dr. phil. Benedikt Henle, geb. 3. Sept. 1865 zu München, gest. als Chemiker am 3. Jan, 1902 zu Brüssel, im Mannesstamm erloschen. Eine zweite Tochter, Elise, geb. 10. Aug. 1832 zu München, gest. als verehelichte Levi am 18. Aug. 1892 zu Frankfurt a. M. ist die Verfasserin (»Elise Henle«) einst vielgelesener und beliebter, bühnenstarker Lustspiele (die meisten davon in Reclam’s Universal - Bibliothek erschienen) und die Mutter einer einzigen Tochter, die August Sonne mann s Gattin ward. ף Moses Fränkel war der Brudersohn des aus Mendelssohns Lebensgeschichte bekannt gewordenen Landesrabbiners David Fr änkel (1707—1762), der den Weltweisen im Talmud unterwies. Ein Bruder Ottilies, also Schwager Eikan Henles, war Dr. David Fränkel, der Vorstand der Franzschule zu Dessau, der in seiner Eigenschaft als Kasseler Konsistorialrat zum engeren Umgangskreis Löb Berlins gehörte. Sein Sohn, Dr. phil. Albert Fränkel, starb hochbetagt als Schriftsteller und langjähriger Herausgeber der »Gartenlaube« zu Leipzig.