Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Der Name Sar Schalom
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 3)
- Language
- German
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- Mangup 3× ep/1464299
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Der Name Sar Schalotn. 197 Chananja Abraham genannt1). Der Name Sar Schalom läßt sich aber bei den Karäern durch Jahrhunderte bis in die letzte Zeit verfolgen. Bekannt sind mir außer den zwei bereits erwähnten noch 8 folgende: 1. der älteste Grabstein aus Mangup in Firkowitschs אבני זכרון (S. 211, nr. 1) soll der eines ר׳ שר שלום בן מ, משה ב״ר יהושע נ״ע, angeblich aus dem Jahre תרל״א, d. h. 871 sein, aber dieser Grabstein ist ohne Zweifel identisch mit dem ib. S. 213, nr. 33, wo זה הקבר של שלום בן מושה שנת הרל״א, also 1471• Hier dürfte aber שר ausgefallen sein, denn wir finden ihn nochmals in Pigits אגרת נדחי שמואל (Petersburg 1894), S. 210, wo וה הקבר של שר שלום בן מושה (beachte die Schreibart מושה), allerdings ebenfalls mit dem Datum תרל״א. Daß aber Firkowitsch seiner Gewohnheit gemäß ה in ת verwandelt hat, folgt noch daraus, daß man neulich in Mangup gegraben hat und der älteste, dort gefundene Grabstein (= Firkowitsch, S. 213, nr. 28) 1387 datiert ist (s. Dubnow in Jewrejskaja Starina VII, 1914, 9 ff.). Auf Grund des von ihm gefälschten Grabsteines hat dann Firkowitsch noch das Epigraph in der Tora-Rolle ms. Pb. 3, wonach Sar Schalom b. Mose in Mangup bezeugt, daß Abraham ha־Kohen diese Rolle von Daniel b. Elkana am Mittwoch, den 24. Schebat II 843, gekauft hat, gefälscht (s. Harkavy-Stracks Katalog, S. 10)2); 2. Sar Schalom b. Schemarja erwarb am Dienstag, den 20. Elul 1338, wie es scheint, in Sulchat in der Krim, den Prophetenkodex ms. Pb. B 3 (s. denselben Katalog, S. 234). Der 20. Elul kann nur nach dem karäischen Kalender auf einen Dienstag fallen; 3. Sar Schalom b. Zefanja, der Autor eines Pijjut שרפים נושאים קולם (Gebetbuch, ed. Wilna, IV, 206), wird in ארח צדיקים f. 22a, 1. 10, unter den Ge- ג) Am Ende des Pränumeranten-Verzeichnisses von Firkowitsch^ מפה ומריבה. Die beiden Linien spalten sich bei Salomo b. David b. Chasdai, dem Nachkommen Anans im 11. Geschlecht. 2) Nach Kirkisani, Albiruni und Makrizi verordnete An an, daß der . Schaltmonat nicht ein Adar, sondern ein Schebat sein muß. Firkowitsch fälschte daher manche Epigraphe, um das frühe Vorkommen von Ananiten in der Krim nachzuweisen, s. genannten Katalog S. 193. 296.