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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 3 · p. Seite 301

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 3
Article
Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer und Leopold Zunz
Date
1917-01-01
Page
Seite 301 (sequence 9)
Language
German
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Der Briefwechsel zwischen Jsak Noa Mannheimer u. Leopold Zunz. 30}j mir Neues, selbst die Sulamith und die Jedidja (oder der Jed.) sind mir jetzt was Interessantes, so sie noch im Leben sind — nur nichts von Saphir, denn den habe ich hier selber — seine Schnellpost wenigstens — sonst Alles was Sie nur wollen — nur nicht geschwiegen —1 Sie bringen sonst zur Verzweiflung Ihren ergebenen Freund Mannheimer. Ich wollte einige Zeilen schreiben, und es ist ein Brief daraus geworden; um so unverzeihlicher ist es, daß ich mir nicht öfters Luft mache. — Nun muß ich auf der Kehrseite des Briefes Sie, Frau Doktorin, begrüßen. Wie ich an Sie denke, fällt mir die spaßhafte Szene mit dem Spinoza (d. h. mit dem Bilde über Ihiem Sopha) ein. Was das für ein verzweifelter Ideengang ist — 1 Sie, Spinoza — und meine leidige Dummheit — um nun aus dem Unsinn herauszukommen, müßte ich mich in Fragen ergießen — da würde denn aber aus dem Billet, das eingeschlossen werden sollte, das nun ein großer Brief ist — ein großes Buch werden; wer weiß, ob nicht am Ende ein Foliant, so doch eins wie die Ihnen so wohlbekannte Bibliotheca hebraica des sei. Wolf, der Ihnen, liebe Frau Doktorin, gewiß mehr Langeweile und Verdruß verursacht hat in einem Monath, als meiner Frau in den 21/*Jahren, seitdem ich ihn und sie besitze. Wenn Ihre Freundschaft für mich noch die alte ist, so machen Sie, daß die Correspondence zwischen Ihnen und meiner Frau nicht aufhöre — Sie werden sehen, was aus dem Briefwechsel einst noch werden kann. Sie schreiben, und der Dr. Zunz macht Postscripta voller Erudition, Witz und Scharfsinn — meine Frau antwortet, kurz und bündig wie Figura zeigt — und ich mache Anhängsel — von 3 Seiten wenn mich nun nicht totaliter der Teufel zum Schwatzen bringt wie heute —־ muß ich doch auch einmal endlich ein bischen Gelehrsamkeit oder sonstiges memorabiles auskramen — und Sie sehen also — wie daraus allmählich ein Briefwechsel entstehen kann, gegen den jener berühmte 3 oder 4 bändige von Abt- Mendelssohn □sw. nichts ist. Also schreiben Sie — Frau Doktorin — schreiben Sie bald und verwenden Sie Ihr Suada und alles was Ihnen zu Gebote steht, um den Doktor zum Postscribirea zu bringen. Sie erfreuen dadurch sehr Ihren alten ergebenen Mannheimer.

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