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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 3 · p. Seite 295

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 3
Article
Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer und Leopold Zunz
Date
1917-01-01
Page
Seite 295 (sequence 3)
Language
German
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Der Briefwechsel zwischen teak Noa Mannheimer u. Leopold Zunz. 295 »geschichtliche Mißgeburten« -sogar nicht einmal mehr unwillig werde, indem ihr Inhalt und ihre Gestalt •mir immer mehr der Menschengestalt entfremdet und folglich kaum mehr als ....*) Menschen sondern als gut getroffene Afiten oder dergleichen cj? scheinen, über welche als über . . . . ג) kein moralischer Verdruß denkbar ist. Dr. Gans ist seit 23 Tagen wieder von Paris hier angekommen und immer derselbe offene, herzliche und geistvolle Mensch, nur daß er seiner Natur nach für das am lebhaftesten jetzt eingenommen ist, was ihm vormals der größte Widersacher erschien. Er ist ein ungetaufter Hegelischer Christ. Moser ist mit mir und Bendavid eine »Kommission zur Organisierung der Schule« geworden* 2). Die Schwester des Dr. Rubo ist Braut, Marcus3) ist noch in Paris und arbeitet an der Beantwortung von 26 Fragen, die ich k la Michaelis ihm mitgegeben. Der Dichter Heine und der Schriftsteller Leßmann4) sind Christen geworden. Wohlwill ist in Hamburg wohl, will aber gern fort. Dr. Schönberg praktiziert nach wie vor. Sapphir5), quem ignoro, hat sich hier famosus, wenn auch nicht illustris gemacht. Meine Ernennung zum Ararat-Kommissarius hat mir Porti gekostet. Noah meint, er brauche nur zu rufen; ich aber sage, er wird wie sein Altvater נח ganz allein auf אררט bleiben; ein ma$on ist er schon, nun fehlt ihm nur noch ein שכור zu werden, so wird der Geist 950 Jahre leben6) — Haben Sie sonst interessante Bekanntschaften gemacht? Haben Sie dort oder in Triest u. s. w. Leute, die sich mit der jüdischen Litteratur beschäftigen? Können Sie mir etwas Näheres über Leo Saraval7) in Triest sagen? Nehmen Sie sich meiner Fragen (auch was die Bibliothek betrifft) väterlich an, grüßen Sie Ihre liebe Frau, schreiben Sie bald wieder, d. h. an mich, und behalten Sie lieb Ihren Zunz. Herrn N. Mannheimer wohlg, per Adresse des Herrn M. L. Biedermann wohlg. in Wien. а) Vgl. Note 3 auf der vorigen Seite. 2) Vgl. Maybaum a. a. O. S. 13. 3) Vgl. ÄZdJ., Jahrg. 1843 Nr. 18, 34. Steinschneider C.B. Nr. 6211. 4) Vgl. ADB. XVIII, 453. *) Vgl. ADB. XXX, 364 «. б) Vgl. Jost a. a. O. II, 228 u. Am. Jew. Encyclop. IX s. v. 7) Vgl. Zunz zur Geschichte u. Lit. S. 243 568•

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