Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 3
- Article
- R. Jehuda Mehler II.
- Date
- 1917-01-01
- Page
- 285 (sequence 1)
- Language
- German
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- Hanau 1× ep/1047937
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R. Juda Mehlerll. Von Leopold Löwenstefn. Eine markante Persönlichkeit unter den deutschen Rabbinen des 18. Jahrhunderts war R. Juda Mehler, Rabbiner in Kleve und Deutz. Sein Großvater gleichen Namens1) um 1609 in Fulda geboren, Sohn des Vorstehers Samuel2) in Bingen, war zuerst Lehrer in Hanau und dann Rabbiner in Bingen, wo er am 30. Juni 1659 starb; seine Gattin Rechlirr, Tochter des Vorstehers Jakob Wenig, starb am 5. Februar 1674 in Hanau; zwei Jahre später starb deren einziger Sohn Josef in Bingen, wo er ף Er nannte sich Juda Mehler Reutlingen und approbierte u. A. in Bingen 1646) עמק המלך) und 1648) עשרה מאמרות): imCat.Rosenthal wird er Juda Rothling Maler (auch Müller) genannt; im Cat. BodL 8460 steht Jehuda Öttling Maler; bei Horovitz, Frankfurter Rabbinen, 11, 45 heißt er Juda Reutlinger Müller. Zur Familie Mehler Reutling zählt sich auch Samuel b. Juda Bürgel in Pest, auf dessen Kosten תפלת יום כפור קטן mit deutscher Übersetzung (Sulzbach 1711) und תקון ק״ש של לילה (das. 1712) erschienen sind. Den Familiennamen lese ich Mehler und nicht Meiler (s. Kaufmann-Freudenthal, die Familie Gomperz, S. 28, n. 1), wie ich in einer Besprechung dieses Buches im Israelit 1907 No. 46, S. 12 dieses näher begründet habe; vgl. jetzt auch die soeben erschienene Monographie von Ph. Bloch: Ein vielbegehrter Rabbiner des Rheingaues (S. A. aus der Festschrift zum 70. Geburtstage Martin Philippsons) II, n. 7. Der das. S. V genannte Ari (lies: Uii), Sohn des Raphael Mengiburg ist wohl identisch mit dem Vrf. einer Selicha bei Zunz, Lit. Gesch. 436. Zu S. VI. das. ist das Datum für den Coblenzer Rabbinatsbrief auf Sonntag, den 21. El ul 409 (29. Aug. 1049), entsprechend dem hebr. Text, richtigzustellen. 2) Nach dem Deutzer Memorbuch, ed. Jellinek, S. 47 soll dieser Samuel ein Bruder des hohen R. Lob in Prag gewesen sei; einen Beleg hierfür kann ich nirgends finden; auch in Meir Perls Stammbaum wird dieser Name nicht erwähnt; vgl. jetzt auch Bloch a. a. O. X. n. 4.