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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 3 · p. Seite 283

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Vertreibung der Juden aus Rothenburg o./Tauber 1519/20
Date
1917-01-01
Page
Seite 283 (sequence 21)
Language
German
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Zur Geschichte der Vertreibung der Juden a. Rothenburg 0/T. 288 desselben und was pilüch ist oder du mit Recht zu ihnen erlangst zu 'verhelfen, erputig sind vor uns wie sich gezimt bleiben lassen . . . Sein 2. Schreiben vom 30. III. wird Dienstag nach Judica—31. IIL beantwortet. (St. A. R. Bd. 649). . . Dein Schreiben uns itzo abermals die Juden betreffend gethan mit Beger dir ains Tags zu gestatten und dich zum selben zu verglaiten haben wir vernomen und hetten uns versehen, du hettest dich an. iungestem der Juden empieten settigen und sie dabei bleiben lassen. Aber wie dem satzen und benennen wir dir uff solch dein Beger ainen Tag nemlich uff Montag nach dem Suntag Jubilate [4. V.] schirst körnend dich alhir in unser Stat zu rechter Ratszeit zu verfugen, dein Beger vor uns von wegen der Juden, so du zu ihnen zu haben vermainst, gütlich anzuzaigen. Geben dir, auch denjenen, so du mit dir bringest zu solchem Tag und bis wider an dein Gewahrsam unser Sicherheit und Gleit für uns, die unsern und der wir ungeferlich zu Recht mechtig sind, doch der Urphed, so du uns hervor gethan nachr Volendung deins guthlichen verwerbenden [?] Verhörs Tag hinach unvergriffenlich und unschedlich . . . An Philipp Weiß von Feuerbach. St. A 650 N. 120. Am anderen Pfingsttag 1518 [24. V.]. Euer Schreiben uns itz gethan Sachen halben auch gegen Symon und Haim den Juden zu Frankfurt betreffend haben wir mit angehengter Euer Beger vernoinen und alspald die Juden, so sie bei uns sind, das ein dain arm Gesindt ist, verhört, die begegen uns mit Antwurt als ir ab hierin [liegen]der Copi habt zu verneinen. Nun wie dem allem,, haben wir uff solichs unseren Juden ernstlich sagen lassen, bei schwerer Strafe mit den vermeften zwaien Juden zu Frankfurt noch iren Haben und Gütern kain Gemainschaft noch Hantierung zu haben,, als wir uns dann versehen zu geschehen danach und dieweil dann unser Juden bißher kain Gemainschaft gehapt; auch angezeigt Eurem Handel nicht verwandt oder zugethan seien euch weder args noch unguts nicht zu thun haben, darzu in irer Macht oder Gewalt nit stet, gedachte zween Juden Eures Begers zuvermögen, biten wir euch zumal freundlich ir wollend gemelte unser Juden deshaiben unangezogen und unbekumert lassen. Ob ir sie aber Forderung zu erlassen nit vermaint, wollen wir euch die uff Euer Begern für uns zu Recht stellen und Rechts von inen, wie sich gepurt, verhelfen, des Vertrauens, ir werden daran gesettigt sein.

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