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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 3 · p. 263

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Vertreibung der Juden aus Rothenburg o./Tauber 1519/20
Date
1917-01-01
Page
263 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Zur Geschichte der Vertreibung der Juden aus Rothenburg o./Tauber 1519/20. Von Aug. Schnizlein. Über die zu Ende 151g und zu Anfang 1520 erfolgte Vertreibung der Juden aus Rothenburg hat Harry Breßlau im 4. Band der »Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland« (1890) auf S. 1—7 gehandelt auf Grund des Materials, das ihm in einem Aktenband vorlag, über den er in der gleichen Zeitschrift Bd. 3, S. 290 berichtet. Breßlau gibt bei seinen Mitteilungen dem Bedauern Ausdruck, daß das Material nicht vollständig genug sei, um völlige Klarheit über den Verlauf der Ereignisse zu geben. Weitere zu dieser Frage einschlägige Mitteilungen, besonders soweit sie die Mitwirkung des Rothenburger Predigers Dr. Johannes Teuschlein an dieser Judenhetze betreffen, finden sich in der Schrift von Theodor Kolde »D. Joh. Teuschlein und der erste Reformationsversuch in Rothenburg o. d. T.« (Erlangen-Leipzig, 1901) S. 10—20; benützt sind dabei die im Kreisarchiv zu Nürnberg befindlichen Rothenburger Konsistorialakten. Aber auch mit dieser Veröffentlichung ist das vorhandene Aktenmaterial noch nicht erschöpfend herangezogen und ausgebeutet. In einem von dem früheren städtischen Archivar Adam Erhard (er lebte 1661 bis 1718) zusammengestellten Sammelbande des städtischen Archivs in Rothenburg — er trägt die Nummer 1901 und ist betitelt »Capellen- und Gotteshäuseracta« — findet sich nämlich von Bl. 248—286 eine Anzahl Schriftstücke eingeheftet, die sich auf jene Vorgänge beziehen und auf manche Einzelheiten neues Licht fallen lassen. Dazu kommen noch Materialien in den Missivenbüchern des Rats aus den J. 1518 bis 1523 (Archiv N. 650, 651) und in einem Band »Consilia doctorum variorum« (Archiv N. 675). Da sie im übrigen vielfach zur Vervollständigung der bereits ge-

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