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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 2 · p. Seite 233

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1917-01-01
Page
Seite 233 (sequence 14)
Language
German
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Besprechungen. 28$ dem schon oben die Rede war, und Dfi3sin1 b. Jakob aus Kairuwän, wo ich aber die Vermutung ausgesprochen habe, daß aus der einzigen Stelle im ספר המפתח, die mit den| Ausführungen der Einleitung zu unserem Kommentar iibereiusiimmi, ganz andere Schlüsse zu ziehen sind. Nissirn hat wahrscheinlich unseren Kommentar gar nicht gekannt, sonst hätte er so manchmal Gelegenheit, ihn zu benutzen, s. z. B. Aruch, s. v. פשט /אסלא /אכף. Am meisten benutzte unseren Kommentar der Aruch, der ihn, wie gesagt, fast ganz aufgenommen hat, ohne ihn zu nennen, und E. konnte in einer besonderen Tabelle (p. 117—124) mehr als 500 Entlehnungen nachweisen. Gegenüber Z. Frankel ist es auch E. gelungen nachzuweisen (S. 125—127), daß Maimonides in seinem Kommentar zu Tohorot wohl den unsrigen benutzt hat. Der letzte, der von ihm Gebrauch gemacht hat, ist Salomo b. Sarnuel aus Gurgang, Verfasser eines hebr.-pers. Wörterbuches u. d. T. ספר המליצה (XIV. Jahrh.), und von da ab war der Kommentar gleichsam verschollen. Im VI. Abschnitte (S. 130—131) handelt E. über den von unserem Kommentator verfaßten und von ihm angeführten Kommentar zu Scraiiu, der vielleicht ebenfalls vom Aruch benutzt wurde. Im VII. Abschnitt (S. 131—14S) werden ausführlich alle auf unseren Kommentar Bezug habenden Editionen und Manuskripte erörtert. Die Fehler der Berliner Handschrift wurden in der Edition, wie dies augenscheinlich durch frappante Beispiele erwiesen wird, noch vermehrt. Die Handschrift selbst, besonders derjenige Teil, der gaonäische Responsen enthält, wurde von E. schon früher in einer besonderen Abhandlung ausführlich beschrieben (Die Rechtsgutachten der Geonim, S.-A. aus d. Jahrbuch d. Jüd.-Literar. Gesellschaft IX; s. Nachlese dazu das. X). Hier wird nun nachträglich noch manches über den Codex selbst im allgemeinen gesagt1) und dann nachgewiesen, daß die Kopie des Kommentars oder ihre Vorlage auf einem italienischen Exemplar beruhe. Zur Herstellung des Textes leistet auch große Dienste der Aruch, und E. beschreibt hier (S. 144—148) manche Aruch-Handschriften, darunter zwei wertvolle,, die Kohut nicht Vorgelegen haben, nämlich ms. München 142, aus dem Jahre 1285, und ein ms. des Rabbiner-Seminars in Wien, aus dem 5) Zu רבנא ר׳ איתיאל, einem Deutschen, der in Kairuwän war, vgl. noch mein אנשי קירואן, nr. 8, und zu dem Verkehr zwischen Italien, speziell Rom, und dem Rheinlande (wozu eigentlich auch Nordfrankreich gehört) s. REJ. XLVI, 311. Monatsschrift, 61. Jahrgang. 16

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