Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1917-01-01
- Page
- 216 (sequence 1)
- Language
- German
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ClarHetoach, Joseph. Lewi ben Gerson als Mathematiker. Ein Beitrag 7m Geschichte der Mathematik bei den Juden. Mit 3 Figurentafeln. Berlin, Louis Lamm, 1910. 238 S., 8. An einer vollständigen Biographie des Gersoniden, zumal der Schilderung seiner Verdienste um die mathematische Wissenschaft, hat es bisher gefehlt; diesem Mangel wollte der Verfasser abhelfen, und das ist ihm in dankenswerter Weise gelungen. Die vorliegende Schrift zerfällt in drei Teile. — Der erste enthält die unter demselben Titel bereits im Jahre 1908 der Heidelberger Universität vorgelegte Dissertation (S. .1 bis 126), der zweite Teil von S. 129 bis S. 150 unter der Über־, schritt: »de numeris harmonicis« die zum ersten Mal edierte Arbeit des Leo Hebreus über einen Satz aus der Zahlentheorie nebst dazu ge־ hörigen Anmerkungen. Der dritte Teil endlich von S. 150 bis zum Schluß S. 234 gibt Proben aus dem algebraischen Werk טעשה חושב desselben Verfassers in deutscher Übersetzung und daran sich an״ schließende Noten. Dieser letzte Abschnitt ist, wie im Vorwort auf S. 149 bemerkt wird, »als Teil einer Dissertationsschrift«, wohl der obenerwähnten, vorgelegt, bisher aber, wie es scheint, nicht veröffentlicht worden. Inzwischen ist ja, im Jahre 1909, die vortreffliche Übersetzung des vollständigen »Sefer Maassei Choscheb« mit hebräischem Text und einer mehrere Seiten umfassenden Einleitung von Gerson Lange, Direktor der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frank־ furt'a. M. erschienen. Eine eingehende Besprechung der Längeschen Arbeit von O. Treitel findet sich im Jahrgang 1910 dieser Zeitchrift und macht ein Referat der Carlebachschen Übersetzung überflüssig. Ref. will nur erwähnen, daß Carfebach die beiden Handschriften Cod. hebr.; 36 und 68 des Steinschneiderschen Katalogs der Münchener König־ liehen Bibliothek zu gründe legt, während Lange Cod. 35 und 67 derselben״ Sammlung sowie ein der Wiener Hofbibliothek gehöriges aus dem Jahre 1462 und ein Manuskript aus Paris benutzte. Die von C. ausgezogenen Proben sind aus dem ersten Buch die Einleitung, die §§15,16, 26—54,