Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Lazarus Bendavid
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Lazarus ßendavid. 197 3. Über den rein mosaischen Glauben. 4. Ober den ewigen Frieden. 5. Vorschlag zu einer neuen Methode, den Text des N. T. und besonders der vier Evangelisten und der Ap. Geschichte zu emendieren. Anhang IL Die hier folgende Denkschrift hängt wahrscheinlich müden Be״ Strebungen der preußischen Regierung zusammen, die, nachdem in den Jahren 1793 und 1795 durch die zweite und dritte Teilung Polens der größte Teil der jetzigen Provinz Posen und ein großes Stück des später an Rußland angeschlossenen Polens an Preußen gefallen und diesem Staate unter dem Namen »Südpreußen« und »Neuostpreußenc einverleibt worden waren, auf die kulturelle Hebung der Juden in diesen Landesteilen gerichtet wurden. In einem Promemoria vom 23. März 1795 an das Berliner Ministerium über die Reform des Judenwesens befürwortet die südpreußische Regierung die »Anlegung von Unterrichts- und Industrieschulen« und die »Einführung der deutschen Sprache« in diese Schulen. Durch das General- Juden-Reglement vom 17. April 1797 wird die Einrichtung solcher Schulen angeordnet, was aber nicht zur Ausführung kam. (Vgl. A. Warschauer. Die Erziehung der Juden in der Provinz Posen durch das Elementarschulwesen in Ludwig Geigers Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutchsland B. 3. S. 32—40). Bei der Verhandlung über diese Frage mag die nachstehend abgedruckte Denkschrift eingefordert worden sein. Die Abschrift scheint von Bendavids Hand zu sein. Am Rande finden sich Bemerkungen von anderer Hand, die ich als Fußnoten unter den Text setzen ließ. »Ew. Königlich. Majestät haben unterm 29. Juny c. aller־ gnädigst geruhet, Sich mit mir über die zweckmässigste Ein־ richtung der jüdischen Schulen in Südpreußen in Correspondence ztv setzen, und mir den Auftrag zu ertheilen, daß ich einen Plan zur Beförderung der Moralität und