Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau (1742 - 1745), und seine Zeit
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 6)
- Language
- German
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Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau. m hat. So quittiert er in Jaroslau am 2g. November 1693 (ReL castr. 120, pg. 2340) dem Superintendanten der kleinpolnischen Zölle über alle Rechnungen und Summen. Ein andermal stellt er eine derartige Quittung für die Pächter der Zollkammern in Horodenka, Sniatyn, Czarnobyl und buck aus (Lemberg am 4. Januar 1688 Rel. castr. crac. 119, pg. 1492) Die Form der von ihm ausgestellten Urkunden entspricht vollkommen dem Kanzleistyl der höheren Amtsstellen (Jakob Bezal, Administrator der KronzöÜe Sr. Majestät des Königs, tue kund und zu Wissen usw.) Über ihn berichtet (Schudi-Jüdische Merkwürdigkeiten Bd. I, S. 214) eine lange Geschichte, die in der damaligen polnischen Welt erzählt wurde, nämlich daß Bezal beim Reichstag zu Grodno (1693) angeklagt wurde, er habe den Staatsschatz beraubt und die Christliehe Religion beleidigt. Wir finden dort auch ein Schmähgedicht auf diesen Juden, welches Tenzel aus dem Polnischen ins Lateinische übertragen hat. Bezal starb im Jahre 1696 (Epitaph bei Buber a. a. O. S. 20.) Anhang HL Dr. Aron Caiahora und seine Familie. Über die Kalahoras oder Kalifaris (Calvari) habe ich in meinem Aufsatz: Italienische und spanische Ärzte am Hofe der polnischen Könige in Krakau (Heimkehr, Czernowitz, 1912) geschrieben. Hier bemerke ich nur, daß der Ahnhen* dieser Familie Dr. Salomo Caiahora Hofarzt der Könige Sigismund August und Stephan Batory gewesen ist, und, wie es scheint, mit R. Moses Isserles in regem Gedankenaustausch gestanden hat. (Siehe Graetz IX, 566). Kaufmann: (Gesammelte Schriften III, 27g) weist darauf hin, daß Salomo vielleicht ein Schüler Brasavolas in Ferrara war. Die beiden Ernennungsdekrete für Salomo habe ich ■in meiner Geschichte der Juden in Krakau aus Lachsens: »Chronik 4er Krakauer Ärzte im XVI. Jahrhundert« abgedruckt {S. Bd. I, S. 144, und den Stammbaum der Kalahoras a. a. O. S. 146). 12*