Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Geographie Palästinas in der Zeit der Mischna
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 16)
- Language
- German
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148 Zur Geographie Palästinas in der Zeit der Mischna. 1. S. 598 Anm. 1 wird gesagt: »Daß Gen. 38,14 statt בפחח עינים einfach [?!] עין תפוח. zu lesen sei, hat schon richtig der Talmud bemerkt«. Die Talmudstelle anzugeben, hat der Verfasser unterlassen. Er meint jedenfalls b. Sota 10a. Dort heißt es aber: ותשב בפתה עינים ... ח הנין א״ר מקום הוא ששמו עינים וכן הוא אומר תפוח והעינם (Jos. 1534). Der Patriarch Rabbi (אמר רבי ־= א" ר) meint bloß, das Gen. 38u genannte עינןם. sei ein Ortsname. Als Beweis wird Jos. 1534, wo העינם genannt ist, angeführt. Daß dieser Ortsname neben תפוח erscheint, ist ein Zufall. Rabbi führt die Anfangsworte des Verses an, aber keinesfalls dachte er daran, פתה עינים in עין תפוח zu verschlimmbessern. Bei ähnlichen Identifizierungen wird in der talmud. Literatur gewöhnlich der ganze Bibelvers, oder mehrere Worte aus dem Verse, in welchem der betreffende Ortsname erscheint, zitiert1). 2. S. 598 (Nr. 22): »Talmud b. Megilla 24 b werden die Hippner [lies Hippener] (היפני) neben den Bethsanern (בישני) genannt«. Das ist ganz falsch. Denn die betreffende Steile meint nicht 'Innos im Qstjordanlande, sondern Hefa an der Küste, am Fuße des Karmel. Das fragliche Wort lautet nämlich nicht היפני, sondern רזיפגי aus חיפה. (Zum נ׳ vgl. den folgenden Punkt). [Innos aber heißt in der talmudischen Literatur nie היפה, sondern immer סוסיתא, wie der ursprüngliche aramäische Name lautet (s. bei Särsowsky). 3. S. 599 (Nr. 24) wird als Heimat des Simon, resp. Menasja (lies: Menahem) העמסוני ein עמסון angenommen und dies mit einem in der Thutmosisliste genannten A-ma-scha-na gleichgesetzt. Aber schon längst wurde erkannt, daß die Heimat dieses Tannaitet! das biblische 1ג$ז (II. Chr. 28!8) ist. Bacher schreibt daher Ag. d. Tan. I2, S. 58, Anm. 4: »Nun ist עימסוני eine durch leicht erklärlichen Konsonantenwechsel entstandene Variante für גימזוני, was soviel als איש גימזו ist; vgl.שיל ו und שילוני. Ebenso ist Nechemja 1)■S. z. B. M. Erubin v 5 u. dazu j.: כעיר חדשה שביהודה: כגון (Jos. 1537) צנן וחדשה ומגדל גד, wo der ganze Satz zitiert wird, obwohl es nur auf חדשה ankommt.