Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Geographie Palästinas in der Zeit der Mischna
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 140 (sequence 8)
- Language
- German
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140 Zur Geographie Palästinas in der Zeit der Mischna. erklärend zur Mischna hinzu: »גמלא liege in Galiläa«. Man kennt wohl eine Festung Ga mala aus den Schriften des Josephus1),, doch lag sie im Osten des galiläischen Sees, also im Ostjordaiilande, nicht in Galiläa. Man hat aber umsoweniger Grund, an der Richtigkeit der Angabe der Barajta zu zweifeln, als auch die übrigen in ihr enthaltenen Daten vollkommen richtig sind2), in der Tat wird die Existenz eines galiläischen Gamla auch durch die Mitteilung der Tosefta erwiesen, wonach vor der Eroberung des in Galiläa gelegenen Kedes (Jos.20?) Gamla als Zufluchtsort gedient habe3). Soviel ist dieser Mitteilung jedenfalls zu entnehmen, daß die Kedes vertretende Zufluchtsstadt: Gamla in Galiläa, unweit Kedes gelegen sein müsse. Ferner ist zu beachten, daß Josephus, wie auch Apostel׳־ geschichte 537 den Zeloten Judas, der nach Josephus* Mitteilung4) aus Gamala stammte, den »Galiläer« nennen. Josephus bezeichnet ihn aber gerade an der Stelle, wo er seinen Heimatsort Gamala angibt als »Gaulaniter«5), was umso auffälliger ist, da er, so oft er seiner gedenkt — ihn den »Galiläer« nennt6). Der ג) Stellen s. bei Thomsen: Loca sancta 49, wo auch Stellen aus anderen Schriften. 2) Die Barajta sagt: »die alte Burg von Sippöri (Sepphoris), die Akra (תקרא) von Guschalab (Gischala), Alt-Jotapata_und Gamla liegen in Gaiilaa; Gädör Hegt im Ostjordanlande; Chadid, Onö und Jerusalem in Judäa«. Alles vollkommen richtig. Über Gädör s. meine Ausführungen in »Zur Palästinakunde« S. 5f. Ich muß die Richtigkeit der Angaben der Barajta deshalb betonen, weil selbst Nöldeke, der den Wert talmudischer Berichte zu schätzen weiß, in seinen Glossen zu NeubaueFs Geogr. S. 246 schreibt: »גדור . . . soll nach d. Talnu dazu 32ab jenseits d. Jordans liegen. Natürlich kein Verlaß darauf«- (Ich kenne diese Glossen durch die freundliche Mitteilung I. Löw's),- Es ist aber in derartigen Fragen unbedingt Verlaß auf talmudische Angaben, besonders wenn es sich um eine alte Barajta handelt! ף t. Makkot 111 (11),2 (440״), j. 11,6: אע״פ שהפרישו קדש בגליל .לא היתה קולטת, הפרישו גמלא תחתיה ף Ant. XVIII16. XX5s. Bj. II 8}. 178• 5) Ant. XVIII 1!: der Gaulaniter Judas aus der Stadt Gamala. 6) Nöldeke bemerkt in seiner Glosse zu Neubauer 240, Note 4,. »Arch. 18, 1,t: ravAaviTTjc; ävfjQ — derselbe Mann 18, 1,6 ö IaMAatog