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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 2 · p. Seite 95

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 2
Article
Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer und Leopold Zunz
Date
1917-01-01
Page
Seite 95 (sequence 7)
Language
German
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Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer u. Leopold Zunz. vor meiner Abreise von Wien erhielt, meinen Dank abstatten. Ans Antworten war nicht zu denken. In Leipzig 4 Predigten in 14 Tagen! — gottlob! es ist üb erstanden! — Dr. Gans wird Ihnen das Nöthige mittheilen. Ich habe an ihn ausführlich geschrieben. — An Sie wäre das Alles verlorene Mühe gewesen, — Sie sind jetzt in der schwärmerischen Charwoche, da müssen die Judensachen wohl schweigen — procul esto profanum! — Bis ich in Kopenhagen angelangt bin, was hoffentlich im nächsten Monate geschiehet — werden Sie wieder zur Besinnung gekommen sein, und dann wollen wir wieder einmal ein bischen vernünftig sprechen. Heute kein Wort! In Rücksicht meiner Sünden gegen den Verein wird Ihnen Gans auch das Nöthige beibringen! Grüßen Sie doch ja unsern Herrn Gumpertz1) von mir. Ich hätte ihm schon lange geschrieben, aber ich verschiebe es bis auf eine ruhigere Zeit — weil ich gern ein ernsthaftes Wort über das Sein und Nichtsein des Berliner deutschenjGottesdienstes mit ihm sprechen wollte; — wozu mir noch immer, wo nicht Zeit, doch Ruhe fehlt. Rieß wird Ihnen und ihm erzählen und demonstrieren können, wie viel, wie gar viel die Ordnung und die geläuterte Liturgie des hiesigen Gottesdienstes zur Belebung der Andacht beiträgt. Bearbeiten Sie doch diesen Gegenstand ein Bischen 1 Sie — Lieber — Sie sind dazu berufen — die Berliner Anstalt ist wirklich ein Unding! — Doch Sie werden es ja selbst bei Ihrem Hiersein empfunden haben — und Sie können sichs wohl vorsteilen, daß sich in den ימים נוראים, wie man Sie mit Recht betitelt hat, der Unterschied am augenscheinliebsten bewährt. Auf jeden Fall könnte man doch das Hamburger Gesangbuch und die Musik einführen. Ein Mann wie Gumpertz; der das Gute so eifrig wünscht und will2), kann Ihnen sicher nicht im Wege sein und der, von dem ich den meisten Widerstand befürchte, Sie wissen wen ich meine, der sollte doch so viel nicht zu sagen haben, da er am Wenigsten thut und gethan נ) Vgl. Kauf mann-Freudenthal, Die Familie Gomperz, S. 204 ff. 2) Diese Stelle von hier an bis zum Ende des Absatzes ist im ZiGJ. V, 234 gedruckt.

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