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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 6 · p. 468

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1916-01-01
Page
468 (sequence 1)
Language
German
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Besprechungen. Ismar Elbogen, der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung. Leipzig, Gustav Fock, 1913, X -4- 61g S., 8. »Den Gottesdienst als Einheit anschaulich und greifbar in die Erscheinung treten zu lassen« hat der Verfasser des vorliegenden Werkes sich zur Aufgabe gemacht, und es sei sogleich bemerkt, daß der auf dem Gebiete der Geschichte des Gottesdienstes hervorragende Gelehrte die Erwartungen, die man in Gelehrtenkreisen an das Erscheinen dieses Werkes geknüpft hat, glänzend erfüllt hat. Stets das gesetzte Ziel vor Augen habend, hat er in Riesenschritten die Jahrtausende durchmessen, auf die Einzelheiten in seinen oder in den Arbeiten Anderer nur kurz verweisend. Schon in der Einleitung be~ währte sich der Autor als ein Meister der knappen, vielleicht allzuknappen Form. Auf 13 Seiten welch ein reiches Material! ln einigen Sätzen wird der Riesenstoff umgrenzt; es wird dann ein Bild von dem Wege entworfen, den die Entwicklung des Gottesdienstes zurückgelegt hat, die wichtigsten hebräischen Bezeichnungen für Gebet und Gebetordnung werden behandelt, ein Einblick in die umfangreichen Quellen wird gewährt, die dem Verfasser zur Verfügung gestanden, und der gesamte Stoff wird eingeteilt: a) in die Beschreibung, b) in die Geschichte und c) in die Organisation des Gottesdienstes. AU dies auf 13 Seiten! Daß man bei dieser knappen Form manches vermissen wird,, was man gerade von E. gerne behandelt gesehen hätte, hat der Verfasser selber vorausgesehen und dies auch ausdrücklich bemerkt- Wir hätten z. B. in der Einleitung eine Auseinandersetzung über das• Gebet in der Bibel oder in der biblischen Zeit erwartet; wir hätten manchen Hinweis auf die neueren Werke über das Gebet bei den Juden und hätten die Richtigstellung irriger Ansichten, die in nichtjüdischen Kreisen, auch in Gelehrtenkreisen, verbreitet sind, gerne gesehen. So z. B. die Ansicht Kegels, die auch von anderen Gelehrten übernommen wurde, daß das Gebet bei den Juden durch das Exil insofern eine Verflachung erfahren habe, »als die äußerlichen materiellen Güter*

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