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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 5 · p. Seite 346

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 5
Article
Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
Date
1916-01-01
Page
Seite 346 (sequence 26)
Language
German
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346 Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. ändern, daß die Einkünfte zur Unterstützung von Privatdozenten bei der philosophischen Fakultät verwendet werden sollten, welche sich . auch für rabbinische Literatur habilitieren würden. Der Minister sandte dies Gesuch an die Fakultät (28. Dez. 1853), diese lehnte es aber ab, dem Minister die Statutenänderung zu empfehlen (16. Febr. 1854). Dem ablehnenden Schreiben der Fakultät liegt ein großes Gutachten von Boeckh und fernere von Ranke und Trendelenburg bei. Diese wichtigen und inhaltsreichen Schreiben sollen hier aber nicht mitgeteilt werden, da sie mit Zunz nicht genau Zusammenhängen, obgleich vielleicht der ganze Plan mit seiner Zustimmung, möglicherweise auf seine Anregung hin gefaßt worden war. Auf Grund des Gutachtens der Fakultät lehnte der Minister ab (13. März 1854), für das veränderte Statut die landesherrliche Genehmigung zu erwirken. Überblickt man die im vorstehenden abgedruckten Aktenstücke, so erkennt man: Zunz ist nicht zeitlebens der Unentwegte gewesen, als den er sich in späteren Jahren gern ausgab, sondern er hat wenigstens in den ersten 50 Jahren seines Lebens Anknüpfungen zu den Vornehmen und Hochgestellten versucht, freilich ohne besonderen Erfolg damit zu erlangen. So entrollt sich in diesen Blättern eine Tragödie, die man mit tiefem Mitgefühl selbst durchlebt Denn in seinen Bemühungen hat Zunz nur selten Privatvorteile für sich erstrebt, sondern war in aller• erster Linie beflissen, mit Zurückdrängung seiner Person einzutreten für die Ehre und Förderung der Wissenschaft des Judentums. Nachtrag zu S. 255. Von Humboldt erhielt Zunz folgende Antwort, die nur von Frau Adele Rosenzweig in Cassel zur Verfügung gestellt wurde. (13. Jan, 1837). »Ew. Wohlgeboren eile ich meinen innigsten Dank für Ihre gelehrte und überaus interessante Schrift über die Namen des jüdischen Volkes auszudrücken. Nie ist dieser mit den Schicksalen des uralten Stammes so genau zusammenhängende Gegen•

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