Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. 333 möglich, die die Schriften und Ausgaben, die wenige gesehen,, zugänglich macht Je mehr heutigen Tages auf dem Gebiete des jüdischen Wissens veralteten Büchern und anderen nachgebildet wird, je häufiger man mit einzelnen aufgegriffenen Zitaten auftritt, umso״ dringender sind Originalstudien, und je bedürftiger wird man vollständiger Hilfsmittel. Nur durch sie werden Arbeiten möglich, an die ohne solche Hilfsmittel nicht gedacht werden darf. Aber ohne neue und gründliche Studien der Quellen wird man über Veraltetes nicht hinauskommen. Für eine solche Sammlung einen Preis aufzustellen, hat selbst I. D. Michaelis trotz eines Kataloges nicht gewagt. Nach der Kenntnis jedoch, die ich mir von der Michaelschen Sammlung erworben, erlaube ich mir, dieselbe annäherungsweise wie folgt zu taxieren und fürchte nicht, daß eine genaue an Ort und Stelle veranstaltete Abschätzung die von mir berechnete Summe zu hoch finden dürfte. Nämlich edita 11336, mss 5664, total' — 17000 Taler. Die hiesige k. Bibliothek scheint für die Aufbewahrung, also Nutzbarmachung dieser Sammlung der angemessenste Ort zu sein und der intelligentesten Stadt Deutschlands gebührt der Vortritt in Dingen wissenschaftlichen Fortschreiiens. Daher erlaube ich mir im Interesse der Wissenschaft und der genannten Anstalt hiermit das ergebenste Gesuch zu stellen: Euer Exzellenz wollen die Michaelsche Sammlung für die Kgl. Bibliothek von den Hinterbliebenen H. I. Michaels ankaufeu und die zur Bewerkstelligung des Ankaufs nötigen Maßregeln baldmöglichst ergreifen lassen. Mit ausgezeichneter Hochachtung und schuldigem Respekt verharre ich . . . Der Minister Eichhorn antwortete auf dieses Schreiben, in dem der Ankauf der Bibliothek Michaels erbeten wurde, am 20. August 1846 ganz kurz, »daß ich auf den Ankauf der Bibliothek nicht eingehen kann.«